267 Rehe getötet, 67 bei Verkehrsunfällen

+

Nachrodt-Wiblingwerde - Nachwuchssorgen? Ein Fremdwort im Hegering Altena. Die Jungjägerarbeit läuft auf Hochtouren und das Programm kommt offensichtlich gut an. Auch medial hat sich der Hegering neu aufgestellt und will so bereits die Jüngsten auf der neuen Internetseite für den Wald und die Tiere begeistern.

Die Mitgliederzahl ist stabil – und das, obwohl es einige Todesfälle und Austritte älterer Mitglieder gab. Gleich fünf Jungjäger konnten am Freitagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Schlosshotel Holzrichter in den Hegering aufgenommen werden: Andreas Gering, Marvin Sassenscheid, Rainer Wieprecht sowie Christian und Jan-Arne von der Crone. Jungjäger-Obmann Thomas Holzrichter berichtete von der erfolgreichen Arbeit.

So gab es verschiedene Lehrgänge für den Nachwuchs, aber auch gesellige Veranstaltungen, um die Gemeinschaft zu pflegen. Künftig wird Holzrichter bei der Nachwuchsarbeit von Alexander Grote unterstützt. Er übernahm den Posten von Konstantin Dornbracht, der sich aus zeitlichen Gründen vorerst aus der aktiven Arbeit zurückziehen möchte. Ein weiteres neues Gesicht ist Walter Strüning. Bereits im vergangenen Jahr griff er Karl-Heinz Tacke bei der Öffentlichkeitsarbeit unter die Arme und wird künftig auch offiziell sein Stellvertreter sein.

 Ansonsten gab es keine Veränderungen im Vorstand. Harald Laus (Hegeringsleiter) und Ludwig Höllerhage (Schatzmeister) wurden einstimmig wiedergewählt. Jagdlich bleibt das Schwarzwild das große Thema. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 229 Wildschweine getötet, davon waren allerdings 14 Tiere Fallwild. Erschreckende Zahlen gab es bei den Rehen. Insgesamt wurden 267 getötet. Davon starben 67 durch Verkehrsunfälle und mindestens zwölf durch wildernde Hunde. Vermutlich seien aber noch mehr tote Rehe auf freilaufende Hunde zurückzuführen. Überwiegend im Bereich Drescheid und Nettenscheid gebe es diese Problematik.

 Die Jäger appellierten an alle Hundehalter, gerade jetzt ihre Tiere an der Leine zu führen. Die Rehe sind jetzt trächtig und die ersten Kitze kommen bald zur Welt. Klaus Kermes bewertete die Trophäen. In die Wertung kamen nur Tiere, die vier Jahre oder älter waren. Insgesamt 75 Böcke und eine gehörnte Ricke waren ausgestellt worden.

Die Hegemedaille für einen besonderen Bock erhielt Nils Offermanns. Besonders das Gehörn stach Kermes ins Auge. Bronze ging an Fritz Bäcker, der seinen Bock im Revier Brenscheid schoss, Silber an Volker Wagemeyer (Revier Rosmart) und Gold an Heiko Cordt (Revier Veserde). „Grundsätzlich haben die Jäger gute Arbeit geleistet. Der Altersdurchschnitt der Tiere entspricht 2,16 Jahren. Im Vergleich zu anderen Hegeringen ist das gut“, lobte Kermes.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare