600 Wildschweine erlegt

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Nicht nur 40-jährige Mitgliedschaft wurde geehrt, auch Jungjäger wurden in die Gemeinschaft aufgenommen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Mehr als 600 Wildschweine sind im vergangenen Jahr im Bereich des Hegerings Altena erlegt worden. Dies belegen Zahlen, die aus 27 Revieren gemeldet worden sind. „Eine beeindruckende Strecke“, wie Hegeringsleiter Harald Laus während der Jahreshauptversammlung im Schlosshotel Holzrichter betonte. Durch eine geringe Eichen- und Buchenmast habe die Natur die Jäger unterstützt und zu diesem guten Ergebnis beigetragen.

 „Ich hoffe, dass dies nun auch dazu führen wird, die Schäden für die Landwirte zu reduzieren. Genaueres werden die kommenden Monate zeigen“, so Laus. Weniger erfreut zeigte sich der Hegeringsleiter allerdings darüber, dass sich die Reihen der Teilnehmer im Vergleich zu den vergangenen Jahren merklich gelichtet hätten.

Dennoch gab es folgende Ehrungen zu vermelden: Während Jan Triches, Yannik Heinrich und Lothar Henning als Jungjäger neu in den Hegering aufgenommen wurden, halten die Träger der DJV-Treuenadel dem Hegering bereits viele Jahrzehnte die Treue. Seit 40 Jahren dabei sind: Volker Brockhaus, Karin Hölper, Heinz-Ludwig Höllerhage, Kurt Undeutsch, Dorothee Ossenberg-Engels, Dieter Münninghoff und Werner von der Crone.

Auch eine freiwillige Trophäenschau ist ein bewährter Teil der Jahreshauptversammlung. Klaus Kermes lobte als Experte die vorbildliche Präsentation der Gehörne. Insgesamt hätten 23 Reviere aus dem Hegering an der Schau teilgenommen. Ausgezeichnet mit einer Bronzemedaille und 114,4 Punkten wurde Patrick Leymann für einen Keiler, den er im Revier Kleinendrescheid erlegt hat. Darüber hinaus erhielten Anette Holzrichter eine Gold- (104,8 Punkte), Karl Heinz Tacke eine Silber- (87,4 Punkte) und Franz Josef Körling eine Bronzemedaille (84,1 Punkte). Zudem wurde Wolfgang Wassermann die Hegemedaille für einen neunjährigen Bock zugesprochen.

 In seinem Jahresbericht erwähnte Harald Laus im Besonderen das Scheunenfest auf dem Gut Grennigloh und die Hubertusmesse in Wörden. Letztere sei nicht nur vom Bläserkorps des Hegerings Altena mit „einer hervorragenden Darbietung“ mitgestaltet, sondern mit 250 Besuchern auch sehr gut angenommen worden.

Der revierübergreifende Fuchsansitz im Januar dieses Jahres sei mit nur 16 Teilnehmern und einem erledigten Schwarzwild eher überschaubar gewesen. Auch das Thema „Afrikanische Schweinepest“ ließ der Vorsitzende des Hegerings nicht unerwähnt. Wenn der Fall eintreten sollte, dass ein totes Wildschwein positiv auf diesen Erreger getestet wird, gelte um diesen Fundort herum, in einer Ausbreitung von 30 Kilometern, ein behördliches Jagdverbot; mit dem Ergebnis, dass „kein Schuss mehr fallen darf“ und damit auch kein Bock und kein Reh mehr bejagt werden dürfen. Aus diesem Grund appellierte Harald Laus an die Versammlung, dass dieses Problem nur gemeinsam gelöst werden könne, indem Jäger und Landwirte an einem Strang ziehen, um die „Afrikanische Schweinepest“ so lange wie möglich abzuwehren. Aus diesem Grund müsse die Schwarzwilddichte weiter reduziert werden.

Im weiteren Verlauf der Versammlung berichteten die Obleute aus ihren Bereichen. So informierte Siegmund Gering über das nächste Hegeringschießen am Samstag, 5. Mai, und wünschte sich, dass dieser Termin nicht als eine bloße Pflichtveranstaltung anzusehen. In diesem Zusammenhang kündigte Gastgeber Thomas Holzrichter an, dass die Jungjäger in diesem Jahr am Hegeringschießen teilnehmen werden. Darüber hinaus erinnerte Hubertus Bertram daran, dass sich Jagdorganisator bereits frühzeitig um einen Hundeführer bemühen sollten. Karl Heinz Tacke und Walter Strüning wiesen darauf hin, dass der Waldlehrpfad an einigen Stellen dringend repariert werden müsse und legten der Versammlung einen Kostenplan vor.

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