Unterm Strich bleibt etwas Geld übrig

Symbolfoto

Nachrodt-Wiblingwerde - Kämmerin Gabriele Balzukat rechnet für dieses Jahr mit einem etwas geringeren Haushaltsdefizit als ursprünglich einkalkuliert. Das teilte sie am Montagabend dem Rat mit. Dabei ist das Haushaltsjahr bislang nicht in allen Belangen nach ihrem Geschmack verlaufen.

In einer Aufstellung der über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen wurde deutlich, wo die Gemeinde im ersten Halbjahr mehr Geld ausgeben musste. Auf knapp 70  000 Euro summieren sich die zusätzlichen Ausgaben für Heizung und Strom, Kreisumlage, Beamtenversorgungskasse und einiges mehr. Dafür konnte aber an anderen Stellen eingespart werden: rund 26 000 Euro beim Winterdienst, 28 000 Euro bei Prüf- und Beratungskosten, 21 000 Euro bei der Anschaffung von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen.

Doch auch die zweite Hälfte des Jahres birgt noch einige unliebsame Überraschungen. Beispielsweise geht Bürgermeisterin Birgit Tupat davon aus, dass durch die erhöhte Zuweisung von Asylbewebern rund 50 000 Euro mehr aufgewendet werden müssen als geplant. Pro Asylbewerber muss die Gemeinde monatlich rund 400 Euro für Grundsicherung, Kranken- und Unterbringungskosten aufwenden. 18 Asylbewerber mussten in diesem Jahr bereits aufgenommen werden – fast doppelt so viele wie erwartet. Und weitere könnten noch kommen, wenn an den Krisenherden der Welt nicht allmählich Ruhe einkehrt.

Gedeckt werden sollen die dadurch entstehenden Kosten durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Bis jetzt sprudelten aus dieser Quelle schon fast 200 000 Euro mehr als erwartet. Deshalb geht Tupat auch davon aus, dass der Fehlbetrag im Haushaltsplan mit 2,05 Millionen Euro am Jahresende um 100 000 Euro niedriger ausfallen wird, als die Kämmerin vor knapp einem Jahr kalkuliert hat. Das Minus könnte sogar noch kleiner ausfallen, hätte die Gemeinde nicht gleichzeitig weniger Einnahmen aus der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer zu erwarten. Unterm Strich kann Kämmerin Gabriele Balzukat aber inzwischen mit rund 170 000 Euro Mehreinnahmen aus Steuern und ähnlichen Abgaben rechnen. - Volker Griese

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