Kreckel-Haus wird eine Pflegeeinrichtung

+
Eine Bauschutt-Rutsche ist am Kreckel-Haus angebracht

Nachrodt-Wiblingwerde -  Das Kreckel-Haus wird eine Pflegeeinrichtung. Die Firma Mencosano, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Junaba, einer Grundbesitz und Service GmbH aus Düsseldorf, wird in Nachrodt ansässig.

 „Im Moment müssen noch einige Genehmigungen eingeholt werden. Nach Absprache mit der Kreisbehörde findet gerade die Entkernung und Sicherung des Gebäudes statt“, sagt Udo Schiecke, für Konzeption und technische Abwicklung zuständig.

In diesem Jahr soll bereits ein Teil des Hauses bewohnt werden können. Es werden Bereiche für die Tagespflege, später auch Bereiche für Intensivpatienten entstehen. Beatmungspatienten, die im Krankenhaus nicht weiter therapiert werden können, sollen in Nachrodt ein schönes und fröhliches Umfeld bekommen.

 Und somit nimmt das Drama um das Kreckel-Haus augenscheinlich ein gutes Ende. Seit vielen Jahren steht das Haus am Nachrodter Feld leer. Vor 15 Jahren sollen die Besitzer der Firma CMS in einer Nacht- und Nebelaktion die Gemeinde verlassen haben. Seitdem gammelt das mehrstöckige Gebäude vor sich hin. Immer wieder hatte man in der Vergangenheit versucht, das Gebäude per Zwangsversteigerung loszuwerden. 2003 hätte es fast ein „Happy End“ gegeben, denn damals plante ein Investor, dort ein Alten- und Pflegeheim mit 80 Plätzen einzurichten. Daraus wurde nichts.

Die Ist-Situation verschlimmerte sich von Jahr zu Jahr, gipfelte in zerbrochenen Fensterscheiben, rausgerissenen Kupferleitungen und Birken, die oben auf dem Flachdach in den Himmel wuchsen. Obdachlose hatten sich zwischenzeitlich im Kreckel-Haus eine trockene Unterkunft gesucht. Als bekannt wurde, dass auch Kinder das verlassene Schreckens-Haus für sich entdeckt hatten, wurde das Gebäude unzugänglich gemacht. Und die Natur wucherte das Gebäude schlicht immer mehr zu.

Seit ein paar Tagen tut sich etwas am Kreckelhaus. Der Eingang ist als solcher wieder zu erkennen. Eine Bauschutt-Rutsche ist am Haus angebracht. Heimische Unternehmen sind mit im Boot, um die Ruine mit der soliden Bausubstanz zu verwandeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare