Hauptschule: Große Resonanz

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Wie fühlt es sich an, betrunken oder im Rausch zu laufen? Welche Perspektiven habe ich mit einem Hauptschulabschluss? Und wie gut sind meine Reaktionen im Straßenverkehr? All das und noch viel mehr konnten die Besucher der Albert-Schweitzer-Hauptschule in Nachrodt am Samstag erfahren.

Anschauen, Informieren und Ausprobieren wurde beim Tag der offenen Tür groß geschrieben. Die SIHK, das Jugendzentrum, die Einsaler Walzwerke, die anonyme Drogenberatungsstelle, die Verkehrswacht sowie die Bundesagentur für Arbeit hatten im Foyer ihre Stände aufgebaut. Hier gab es jede Menge zu entdecken. Aber auch jede Klasse trug zum Erfolg der Veranstaltung bei. „So voll war es hier noch nie“, freute sich Schulleiter Rüdiger Grote über den Erfolg der Veranstaltung.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, sollte die Veranstaltung in diesem Jahr noch größer werden. „Wir haben bis 19 Uhr Programm. Sonst war am späten Nachmittag Schluss“, berichtete Grote. Das Konzept schien aufzugehen. Bis zum Abend herrschte reges Treiben in und um die Schule, besonders im Foyer. Dort gab es allerhand zu entdecken. Am Stand der SIHK konnten die Kinder und Jugendlichen Namensanhänger aus Metall gestalten.

Viele Jugendliche unterschätzen offenbar die Wirkung von Drogen und Alkohol. Mit Hilfe einer Brille konnten sie erfahren, wie sich ihre Wahrnehmung verschiebt. Treppenlaufen, Kicker-Spielen oder einfach nur geradeaus Laufen wurden damit zur Herausforderung.

Ebenfalls im Foyer zu finden war der Stand der Einsaler Walzwerke. „Viele ehemalige Schüler haben dort ihre berufliche Herausforderung gefunden. Sie stellen sich hier vor und beantworten alle Fragen“, berichtete Grote. Ein Hauptschulabschluss sei noch lange kein Zeugnis das nur zu Harz IV führe. Viele Ehemalige hätten richtig Karriere gemacht.

Multikulti gab es in der Mensa. Dort konnten sich die Besucher nicht nur am Kuchenbuffet bedienen, sondern auch türkische Spezialitäten kosten. „Das hat bereits in den Jahren zuvor super funktioniert“, erklärte Grote.

Nahezu in jedem Raum gab es etwas zu entdecken. Trödelmarkt, Bastelstube und Torwandschießen luden zum Verweilen ein. Neben Schülern und Eltern, kamen etliche Ehemalige und auch potentielle neue Schüler. „Die Resonanz ist besser denn je, obwohl momentan echt viel los ist in der Gemeinde“, freute sich der Schulleiter. Im kommenden Jahr werde man eventuell versuchen den Tag der offenen Tür in den Weihnachtsmarkt, der auf dem Schulhof stattfinden soll, zu integrieren. ▪ lm

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