Nicht die Pizza selbst bezahlen

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Die CDU brachte im Hauptausschuss finanzielle Zuwendungen für die Feuerwehr ins Gespräch.

Nachrodt-Wiblingwerde- Jeden Tag, 24 Stunden, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr, steht die Feuerwehr Gewehr bei Fuß. Doch Wertschätzung ist nicht selbstverständlich. Politik und Verwaltung möchten ihrerseits ein Zeichen setzen und haben sich im Hauptausschuss einmütig für kleine, aber wichtige finanzielle Zuwendungen geeinigt. „Davon wird Nachrodt-Wiblingwerde nicht ärmer“, meinte Bürgermeisterin Birgit Tupat.

 Grund der Debatte war die Satzungsänderung über die Erhebung von Gebühren bei Einsätzen der Feuerwehr. Für die Brandsicherheitswachen müssen die Veranstalter zukünftig eine Pauschale von 150 Euro zahlen. Bis jetzt waren es 100 Euro. Wenn die Feuerwehr beispielsweise bei einer Veranstaltung in der Lennehalle dabei ist, so schaut sie nach der Bestuhlung, nach den Notausgängen und ist als Brandsicherheitswache vor Ort. Früher war es dabei üblich, dass die Männer und Frauen mitversorgt wurden, dass es Wertmarken gab oder dass Essen und Trinken als Dankeschön dazu gehörten. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Es gibt Veranstalter, die die Feuerwehr nach wie vor einladen, aber auch andere, die in der erhobenen Pauschale für die Brandsicherheitswache ihre Aufgabe als erledigt ansehen. „Es kann aber nicht sein, dass die Männer und Frauen vor Ort sind und dann ihre Pizza selbst bezahlen“, findet Jens Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, und bekommt Zustimmung von allen Seiten. „Heute geht es auch nicht mehr darum, dass zwei oder drei Mal im Jahr gelöscht wird, heute haben wir hochspezialisierte Kräfte“, so Jens Philipp Olschewski, der es auch wichtig findet, dass der Kameradschaftsabend unterstützt wird.

 „Wir sind immer so maßvoll. Man muss überlegen, was uns eine Berufsfeuerwehr kosten würde“, warf auch Matthias Lohmann (SPD) ein. Fakt ist: Es soll ein „Erfrischungsgeld“ im Rahmen der Brandwachen geben. 50 Euro, damit sich die Männer und Frauen verpflegen können. Zudem wird über eine Zuwendung für den Kameradschaftsabend nachgedacht. „Früher gab es dafür 500 Mark“, erinnert sich Peter Herbel (CDU). „Aber das wurde vor Jahren gestrichen.“ Wie eine Unterstützung aussehen kann, soll nun mit der Feuerwehr besprochen werden.

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