Hangsicherung: B236 länger halbseitig gesperrt

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Die Vorarbeiten zur Hangsicherung an der B236 unterhalb der Ehrenmalstraße sind angelaufen.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Wenig Freude kommt beim Fahren auf der B236 durch Nachrodt auf: Nach der Lennebrücke sorgt eine zweite halbseitige Sperrung für Stau. Und sie bleibt länger als erwartet.

Neben dem Nadelöhr an der Lennebrücke muss nun ein zweites passiert werden. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Diese neue Baustelle ist zeitlich begrenzt und wird wieder abgebaut. Allerdings später als geplant.

Am Freitag hatte Straßen.NRW von einer halbseitigen Sperrung bis Donnerstag, 14. November, gesprochen. Nun ist klar: Es dauert deutlich länger. Allein bis Montag lässt der Landesbetrieb loses Gestein aus dem Hang räumen. Danach werden Fangzäune und Schutzgitter angebracht. Wie lange das dauert, ist offen. 

13 Fangzäune geplant

Zwischen der Kurve an der Kirche St. Josef und der Ortslage Obstfeld gibt es einen Problemhang, der erneut ein Eingreifen von Straßen.NRW notwendig gemacht hat. Nachdem genau an dieser Stelle Ende September Bäume auf die Straße zu stürzen drohten, musste der Landesbetrieb handeln und den Hang roden lassen

Dann kam es am letzten Oktober-Wochenende zu zwei Unfällen mit Sachschaden, weil sich Steine aus dem Hang gelöst hatten und auf die Bundesstraße gefallen waren. 

Jetzt hat Straßen.NRW Maßnahmen eingeleitet, um solchen Steinschlag künftig zu verhindern: Um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, sollen 13 Fangzäune mit einem Gewicht von je drei Tonnen auf einer Gesamtlänge von 50 Metern aufgestellt werden. 

Module wie in der Formel 1

Bei diesen Modulen handelt es sich um mobile Schutzzäune, die üblicherweise in der Formel 1 zum Einsatz kommen. Zudem werden auf einer Länge von 70 Metern auch so genannte Bohlenprallwände aufgestellt. „Der 120 Meter lange Schutz bleibt so lange vor Ort, bis eine dauerhafte Wahrung der Verkehrssicherheit wieder hergestellt ist“, sagte Karl Josef Fischer von Straßen.NRW. 

Am Montag begannen die Vorarbeiten zur Montage der Schutzzäune. Aus dem Hang wurde Material, das nach dem Roden im Hang lag, abgeräumt. Andreas Berg von Straßen.NRW sagte, dass an dieser Stelle noch bis Montag, 18. November, eine sogenannte „Felsberäumung“ stattfindet. Dabei wird loses Gesteinsmaterial entfernt. Danach werden die Zäune errichtet. 

Nur vorübergehende Lösung

Wenn die Schutzzäune stehen, werden die Ampeln wieder verschwinden. „Der Verkehr kann dann wieder zweispurig fließen“, sagt Berg. Eine endgültige Sicherungsmaßnahme seien die Zäune gleichwohl nicht. „Wahrscheinlich wird es auf eine Lösung mit Stahlnetzen hinauslaufen.“ Solche Arbeiten müssten aber ausgeschrieben werden. Berg betont: „In der Zwischenzeit verschaffen uns die Zäune Luft."

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