Handwerker sorgen wieder für reine Luft

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Roman Smyrek (vorne) und Martin Sosinski sind seit Montag damit beschäftigt, in einem Teil des Dachbodens einen begehbaren Fußboden zu schaffen. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Trotz Sommerferien ist es derzeit alles andere als ruhig in der Grundschule Wiblingwerde. Während Kinder und Lehrer die unterrichtsfreie Zeit genießen, sorgen Handwerker dafür, dass zumindest die gröbsten Schäden an dem teilweise maroden und asbestverunreinigten Gebäude behoben werden und die Schüler wieder reine Luft atmen können.

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Mai beschlossen, Teile des Dachgeschosses und des Kellers zu sanieren. Eine alles umfassende Sanierung hätte nach den Kostenermittlungen eines Sachverständigenbüros bis zu 250 000 Euro verschlungen. So viel Geld konnte und wollte die Gemeinde nicht für die Schule aufbringen, zumal die Schulentwicklungsplanung für die nächsten Jahre noch aussteht.

Also wird nun zunächst der Teil des Dachgeschosses saniert, in dem die Schule Unterrichtsmaterial lagert. Nachdem der betreffende Bereich freigeräumt worden ist, ist ein Iserlohner Unternehmen seit Montag damit befasst, den mit vielen Stolperfallen versehenen alten Fußboden zu begradigen. Mit Laserunterstützung haben die Handwerker bereits den Boden ausnivelliert, jetzt bringen sie auf der etwa 85 Quadratmeter großen Fläche neue OSB-Spanplatten an.

Im Anschluss daran soll das Dach auch eine Wärmedämmung erhalten. Nachdem darüber hinaus die Balken von Staub befreit worden sind, der polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthielt, soll der gesamte Dachstuhl von innen mit einer luftundurchlässigen Folie überspannt werden. Damit, so hofft die Gemeinde, sind dann in diesem Bereich alle Schadstoffquellen abgeschottet.

Im Keller der Schule hatten die Sachverständigen Asbestbelastungen und Feuchtigkeitsschäden festgestellt. Auf die Beseitigung von asbesthaltigen Rohrummantelungen verzichtet die Gemeinde vorerst, weil die sich in Räumen befinden, die nur selten zu Wartungszwecken begangen werden müssen. Für die Schüler geht von ihnen deshalb keine Gefahr aus. Die Kellerräume, die bis Anfang dieses Jahres für die Kinderbetreuung genutzt worden sind, weisen allerdings Feuchtigkeitsschäden auf. Deshalb hatten die Kinder bereits in die Räume des Jugendzentrums umziehen müssen. Dass soll auch bis auf weiteres so bleiben, denn im Keller lässt die Gemeinde zunächst nur die maroden Abwasserleitungen sanieren. Ein Iserlohner Bauunternehmen hat dazu bereits den kompletten Hauptabfluss von der Jungentoilette freigelegt; er wird jetzt vollkommen neu gelegt. Andere undichte Abwasserleitungen sollen im so genannten Inline-Verfahren saniert werden. Dabei wird ein mit Kunstharz getränkter Kunststoffschlauch in das Abflussrohr eingezogen, der anschließend aushärtet.

Auch wenn es derzeit nicht überall danach aussieht: Die Arbeiten sollen bis zum Ferienende Anfang September abgeschlossen sein. ▪ vg

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