Handlungsbedarf: Die Orgel ist marode

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Heute treffen sich der Kirchenvorstand und der Gemeinderat von St. Josef zu einer gemeinsamen Sitzung. Und auch Besuch ist zugegen: Stefan Glaser kommt, Vorsitzender der Orgelsachverständigenkonferenz. Er wird die beiden Gremien zum Thema Orgel beraten.

Das hat seinen Grund: Wie Kirchenvorstandsmitglied Hans Wehr auf Nachfrage bestätigte, geht es um die alte und marode Orgel in der St. Josef-Kirche. Die tut es nämlich nicht mehr so recht. Die Mechanik will nicht mehr, es gibt Register, die nicht funktionieren und Orgelpfeifen sind kaputt. Nur Profis unter den Orgelspielern konnten diese Fehlfunktionen spielerisch ausgleichen.

Und nun gibt es mehrere Optionen: Eine herkömmliche oder eine neue - elektronische - Orgel kaufen. Auch gibt es die Möglichkeit, die vorhandene Orgel zu reparieren. Wehr rechnet hier mit Kosten in Höhe von 30 000 Euro. Klar sei, dass das Bistum Essen wohl nichts beisteuern wird und die Neuanschaffung oder eben Reparatur sei wohl Gemeindeaufgabe, erläuterte Wehr. Über 50 Jahre alt sei die alte Orgel und sei zudem auch noch gar nicht ganz bezahlt. Die Option, möglicherweise eine Gebrauchte zu kaufen und in St. Josef neu zu installieren, funktioniere leider nicht.

Orgeln sind teuer. Die Bandbreite reicht von 70 000 über 400 000 Euro bis hin zu Millionenbeträgen. So kostete die neue Orgel für eine kleine Kirche in St. Pauli 265 000 Euro, im bayrischen Otting kam man mit 200 000 Euro aus.

Wie dem auch sei: Zur Finanzierung der enormen Beträge wurden und werden meist Orgelbauvereine gegründet, welche die Spenden einsammeln sollen. Andernorts gibt es auch schon mal Zuschüsse von der weltlichen Kommune, auch so manches Bistum gibt Finanzierungshilfen. ▪ Peter von der Beck

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