Fleißige Nadeln mit Weitsicht

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Die Handarbeiten der „Fleißigen Nadeln“ finden zahlreiche Abnehmer. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein ereignisreiches Jahr ist für die fleißigen Nadeln zu Ende gegangen. Wenige Stunden vor der Weihnachtsfeier des Handarbeitskreises war noch ein Urenkelkind eingetroffen. Darauf stießen die Damen natürlich mit einer Tasse Kaffee an.

Gisela Gundermann, Initiatorin des Kreises, hatte am Montag in ihr neu eröffnetes Café Klunterbunt eingeladen.

In weiser Vorausahnung hatten die 20 Frauen im Sommer schon mal mit dem Stricken von Kinderschühchen angefangen. Die Ideen sind dem Kreis noch nie ausgegangen: Socken, Decken, Mützen und Dekoratives entstehen, wenn am zweiten Montag im Monat die Tür des evangelischen Gemeindehauses Wiblingwerde aufgeht und der Kaffeeduft schon durch den Saal weht. Nicht nur die Hände, sondern auch die Stimme war 2013 gut beschäftigt beim Plausch mit den Freunden und Bekannten, die das gleiche kreative Hobby teilen. ,,Wir haben auch viel gesungen!”, erklärten die fleißigen Nadeln am Montag, als natürlich Weihnachtslieder auf dem Programm standen.

Die Handarbeiten finden zahlreiche Abnehmer: Kinder und Enkel erfreuen sich ebenso am liebevoll Gestrickten, Gestickten und Gehäkelten, wie auch Besucher von Kreativmärkten, wo das ein oder andere Mitglied der Nadeln ausstellt und verkauft. Auf Ingrid Potthoffs neueste Kreationen sind die Frauen ganz besonders gespannt: Sie ist bekannt für ihre Weihnachtsstickereien, die natürlich am Montag die Runde machten an der Kaffeetafel.

Auch ein Mann ist immer dabei, wenn sich die fleißigen Nadeln treffen. Er fährt seine Gattin von Altena ins Höhendorf hinauf und wartet, bis das Treffen vorbei ist. Natürlich gibt’s auch für ihn immer eine Tasse Kaffee und ein Plätzchen.

Während der Weihnachtsfeier hatte der Gatte sogar männliche Gesellschaft, denn Gisela Gundermann betreibt das Café Klunterbunt mit ihrem Lebensgefährten Norbert Grebe. Auch der hat sich in das Rennerder Dorfcafé mit Ideen eingebracht: Er veranstaltet am Samstag, 14. Dezember, ein Herrenfrühstück mit deftigen Leckereien. Mit Gisela Gundermann setzt er außerdem am 21. Dezember einen großen Topf Grünkohl mit Mettwurst an und serviert dazu Bratkartoffeln. Auch über die Weihnachtsfeiertage ist das Klunterbunt geöffnet; und weil zu Silvester die heimische Küche gern mal kalt bleiben darf, bietet das Paar zum Jahreswechsel Frühstück an.

Im neuen Jahr geht’s für die fleißigen Nadeln natürlich weiter, dann aber wieder im evangelischen Gemeindehaus: Zu den Treffen an jedem zweiten Montag im Monat sind interessierte Gäste herzlich willkommen. Die Hürden für eine Teilnahmer an der Runde sind übrigens denkbar niedrig: „Wer nicht handarbeiten kann, bekommt es hier beigebracht“, verspricht Gisela Gundermann. ▪ iho

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