Kontaktarme Zeit

Hamstern mal anders: Nachrodter Familie vertreibt sich die Langeweile in Coronavirus-Zeiten

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Christian Pohlmann mit seinen Kindern Hanna und Tom: Sie drehen eine Runde um die Burg Altena oder gehen mit dem Taschenmesser in den Wald.

Nachrodt-Wiblingwerde – Tom und Hanna lieben hamstern. Ist ja auch perfekt gegen die Langeweile in Corona-Zeiten. Das steckt dahinter.

„Hamstern“ heißt das Gesellschaftsspiel, das Tom und Hanna für sich entdeckt haben – und jetzt auch anderen Mädchen und Jungen empfehlen, um die viele freie Zeit gerade zu überbrücken. „Der Name ist doch passend“, sagt Christian Pohlmann und schmunzelt. 

„Hilfst du mir, helf ich dir“: So der Slogan des Spiels, das zwar schon alt, aber in Nachrodt gerade sehr angesagt ist. Langeweile gibt es bei Familie Pohlmann in Nachrodt nicht. Die kontaktarme Zeit wegen des Coronavirus ist kein Drama. „Wir haben das Glück, dass wir einen großen Garten haben. Somit haben die Kinder eine Gelegenheit, auch mal ohne uns Eltern vor die Tür zu kommen“, erzählt Christian Pohlmann. 

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Durch die Wälder streifen

Tom ist neun, Hanna ist sechs Jahre alt. „Natürlich vermissen sie ihre Freunde, aber wir beschäftigen uns viel mit den beiden“, sagt der SPD-Ratsherr, der mit den Kindern auch schon eine Runde um die Burg Altena gedreht hat. „Wir waren auch mit einem Taschenmesser in den Wäldern zwischen Lüdenscheid und Wiblingwerde.“ 

Und: Nicht selten wird gemeinsam „Hamstern“ gespielt. Jeder Spieler erhält als Spielfigur einen Hamster mit zwei Getreidesäckchen. Ziel des Spiels ist, als Erster sicher im Hamsterbau anzukommen. Unterwegs gibt es die Möglichkeit einer Maus, einem Maulwurf und Bibern zu helfen. Ist man bereit, jeweils zu helfen, erhält man im Gegenzug eine Maus-Maulwurf und/oder Biberkarte. 

Autokino als Tipp

Das Ravensburger Spiel ist für Familie Pohlmann so etwas wie das „Retro-Spiel mit Herz“. Doch natürlich, so sagt Christian Pohlmann, läuft nun auch die Nintendo Switch länger als die übliche halbe Stunde am Tag. 

„Ins Autokino nach Essen wollten wir eigentlich auch, aber da lief Elsa 2, den die Kinder leider schon kannten. Das wäre dann auch ein Tipp, den ich für Familien hätte: Autokino ist noch möglich. Nur die Karten müssen online vorbestellt werden.“ 

Dadurch, dass Christian Pohlmann wie gewohnt zur Arbeit geht, fällt das Mehr an Zeit nicht ganz so ins Gewicht. Wohl aber die Zeit zu Hause. „Das Positive ist, dass man jetzt auch mal im Haus zu Sachen kommt, die sonst eher liegen bleiben. Hier mal noch eine Leiste anbringen, die schon lange da liegt, oder die Schwelle zur Garage streichen. Ich bin gerade dabei, zwei Lichtschalter zu ersetzten, die schon länger im Keller liegen“, erzählt er und ergänzt: „Irgendwie ist weniger Tempo im Ganzen, das merkt man schon.

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