"Hier kann man wirklich schöne Sachen finden"

Wo ein alter Brotkasten eine neue Liebhaberin findet - so war der Hallentrödelmarkt in Nachrodt

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Das Helferteam in der Cafeteria hatte alle Hände voll zu tun

Nachrodt-Wiblingwerde – Bildschön ist er, der Brotkasten mit Messingbeschlägen, den Annette Soennecken ergattert hat. Wenn sie demnächst ein Büffet anbieten wird, dann soll er mit Baguette bestückt und ein Hingucker werden. „Hier kann man wirklich schöne Sachen finden“, freute sich die Altenaerin über das tolle Angebot beim Hallentrödelmarkt in der Lennehalle.

Dass die Veranstaltung gestern wieder alle Erwartungen erfüllte, dass die Menschen schon vor 10 Uhr Schlange standen, und dass viele Ehrenamtliche für einen rundherum gelungenen Trödeltag sorgten, versteht sich fast von selbst.

Etwas Schönes für den Nachwuchs gefunden.

Apropos Ehrenamtliche: Petra Löber war eine von ihnen. Sie stand unter anderem mit Petra Fischer, Birgit Bauer und Brigitte Menzel am Stand des Fördervereins Gartenhallenbad, der im Laufe der Jahre immer größer geworden ist. Gespendete Schätze und Schätzchen, wie Wasserkocher, Gläser, ein Navi, Marionetten, Geschirr noch und nöcher, Kleidung und alles, was man sich unter Trödel vorstellt, wurden an die Schnäppchenjäger vergeben. Dabei wurde selbstverständlich auch gehandelt.

Nette Menschen kennengelernt

„Manchmal packt mich der Ehrgeiz und dann geht es um einen Euro“, schmunzelt Petra Löber und erzählt: „Bei manchen Sachen denke ich, dass wir die sicher nicht verkaufen können, und dann gehen die als erstes weg. Man steckt nicht drin.“ Über ihr Ehrenamt, das mit viel Arbeit verbunden ist, kommt die 54-Jährige ins Schwärmen: „Es ist die Gemeinschaft, die mir so gefällt. Ich habe so viele nette Menschen dadurch kennengelernt. Hier gehe ich richtig auf und es macht Spaß.“

Aus Meschede kommt Inga Degenhardt mit ihrer Familie, um in Nachrodt zu verkaufen.

Spaß, Freude, gute Geschäfte für Käufer und Verkäufer: Christian Pohlmann, Organisator des Hallentrödelfestes, war mehr als zufrieden. Die Veranstaltung läuft sich nicht tot. Im Gegenteil. Mittlerweile kommen Anbieter und Trödelfans auch von weit her – wie Inga Degenhardt beispielsweise, die aus Meschede ist und in ihrer alten Heimat gerne verkauft. 

Und sonst? Gab es auch Witziges am Rande. Ein Mann wollte partout vor dem Verkaufsstart in die Halle und versuchte alle Hebel in Bewegung zu setzen. Dabei bot er Standbetreibern an, ihre Sachen in die Lennehalle zu tragen. Einmal drin, hätte er in Ruhe gucken können. Es klappte nicht.

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