Hagener Straße 96: Verkauf ist vorerst vom Tisch

Hagener Straße 96

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Seit gut zwei Jahren bemüht sich die Gemeinde um einen Verkauf des ehemaligen Kindergartens, doch für das Haus mit der Nummer 96 an der Hagener Straße findet sie einfach keinen Abnehmer. Jetzt hat die CDU eine andere Nutzung des Gebäudes ins Gespräch gebracht.

Hier könnten die Bauämter von Nachrodt-Wiblingwerde und Altena unter einem Dach untergebracht werden.

Den Verkauf des gemeindeeigenen Gebäudes, in dem früher der Evangelische Kindergarten untergebracht war und das mittlerweile hauptsächlich von der Arbeiterwohlfahrt genutzt wird, hatte der Rat im Frühjahr 2010 beschlossen. Dadurch sollte schon zu diesem Zeitpunkt für Entlastung im Haushalt gesorgt werden. Jetzt hat auch die Gemeindeprüfungsanstalt einen Verkauf vorgeschlagen, um damit zur Haushaltssanierung beizutragen. Der Haken an der Sache ist aber: Für die Immobilie, Baujahr 1894, findet sich einfach kein Käufer. „Wir hatten einmal eine Anfrage für eine gewerbliche Nutzung. Der Interessent hat hat dann aber Abstand genommen, weil das Objekt seinen Vorstellungen nicht entsprach“, erklärte der im Amtshaus zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Röll auf Nachfrage.

Seit Montagabend ist nun doch wieder eine Nutzung durch die Gemeinde selbst im Gespräch. CDU-Ratsherr Ulrich Gülicher schlug in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses vor, im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit mit Altena die beiden Bau- beziehungsweise Bauverwaltungsämter hier unterzubringen. „Wir geben so viel nach Altena ab, dann wollen wir auch einen etwas größeren Teil der Behörde hier bei uns behalten“, argumentierte Gülicher. In diese Kerbe schlug auch der Ausschussvorsitzende Peter Herbel: „Es kann ja nicht sein, dass alles in Altena konzentriert wird.“

Von einer Kooperation der Bauämter ist bisher zumindest öffentlich zwar noch gar nicht die Rede, unvorstellbar ist sie aber offenbar nicht. Im Ausschuss stieß Gülicher jedenfalls kaum auf Widerstand. Nur SPD-Fraktionschefin Susanne Jakoby gab zu bedenken, dass bei einer solchen Nutzung die vorhandenen Gemeinschaftsräume wegfallen würde. Ein schwaches Argument, wenn man bedenkt, dass das auch bei einem Verkauf so wäre.

Der Ausschuss entschied sich schließlich einstimmig dafür, die Verkaufsbemühungen zunächst einzustellen und stattdessen zu prüfen, ob in dem Gebäude mit der dunkelroten Ziegelfassade ein gemeinsames Bauamt für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde eingerichtet werden könnte. ▪ Volker Griese

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