Fraktionen in Nachrodt-Wiblingwerde  setzen auf externe Beratung

SPD-Fraktionschefin Susanne Jakoby: Keine Entscheidung ohne vorherige fachliche Beratung. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ War es die in der Öffentlichkeit laut gewordene Kritik oder der Zweifel an der eigenen Urteilsfähigkeit? Fakt ist, dass die Politiker nun einen unabhängigen Gutachter einsetzen wollen, der untersuchen soll, ob sich eine Zusammenlegung der Bauhöfe sowie des Gebäude- und Liegenschaftsmanagement von Nachrodt-Wiblingwerde und Altena tatsächlich lohnt.

Der Ruf nach einem externen Berater, der den Prozess der interkommunalen Zusammenarbeit begleiten soll, war schon in der Einwohnerversammlung am 10. Januar laut geworden. Anschließend hatte es mehr oder weniger öffentliche Kritik an den Plänen zur Kooperation der beiden Nachbarkommunen gegeben. In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Dienstagabend beantragte dann Ratsherr Ulrich Gülicher für die CDU-Fraktion die Einsetzung eines unabhängigen Gutachters, der das Ausmaß der Wirtschaftlichkeit bei der Zusammenführung von Bauhöfen sowie Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung untersuchen soll. Die UWG stimmte ohne viele Worte zu, der SPD schien die CDU mit ihrem Antrag sogar zuvorgekommen zu sein. Fraktionschefin Susanne Jakoby jedenfalls sprach davon, genau das in der Ratssitzung am Montag beantragen zu wollen.

Tatsächlich hatten sich die Sozialdemokraten mit dem Gedanken getragen, einen externen Berater einzuschalten. In einer gemeinsamen Sitzung mit der SPD-Fraktion aus Altena hatten sie Ende Januar zusammen mit einem Kommunalberater und Projektentwickler aus Bad Berleburg über eben dieses Thema diskutiert. Als großes Problem wurde dabei die fehlende Analyse im Vorfeld und die strategische Zielplanung der politisch Handelnden vor allem in Nachrodt-Wiblingwerde benannt. Die fehlende fachliche Begleitung wurde als großes Defizit ausgemacht.

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Gegen Kooperation mit Altena regt sich Widerstand

Als sinnvoll betrachteten die Sozialdemokraten die Zusammenarbeit im Bereich Soziales/Standesamt. Als zielführend bezeichneten sie die gemeinsame Sekundarschule, wenn auch bemängelt wurde, dass die Trägerschaft bei der Stadt Altena und nicht bei einem Zweckverband liegen soll. Für die Bereiche Bauhof und Gebäude- und Liegenschaftsmanagement sei eine externe Beratung erforderlich, heißt es weiter. Die Betrachtung sei „zu komplex, als dass wir ... ohne einen Fachmann entscheiden könnten“, teilten die beiden SPD-Fraktion in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. ▪ vg

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