Gutachten für Gesundheitsbad

Wird aus dem Gartenhallenbad bald ein Gesundheitsbad? Der Förderverein sieht eine Chance auf den Erhalt.

NACHRODT ▪ Könnte aus dem Gartenhallenbad ein Gesundheitsbad werden? Diese Frage, mit der auch die Gründung einer Gesellschaft im Raum stünde, beschäftigt den Vorsitzenden des Fördervereins, Hans Wehr, schon länger. Bereits im Februar trug Wehr dem Gemeinderat seine Idee des Gesundheitsbades mit Gründung einer Genossenschaft vor. Jetzt werden die Bemühungen des Vereins in dieser Hinsicht weitaus konkreter.

Bei der Vitos Gießen/Marburg GmbH wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Möglichkeiten im Nachrodter Bad ausloten und sogar einen Business-Plan erstellen soll. Aus diesem Grund fällt die geplante Einwohnerversammlung am 1. Oktober aus. Neuer Termin in der Hauptschule am Holensiepen ist der 8. November. Bis dahin soll das Gutachten Klarheit schaffen, ob eine Genossenschaft möglich ist.

Lange hatte sich der Förderverein dagegen gewehrt, eine Genossenschaft zum Erhalt des Bades zu gründen. „Als reines Spaßbad können wir das Bad aber nicht erhalten“, sagte Hans Wehr auch gestern im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Seit einem Jahr konkretisiert der Vorsitzende seine Bemühungen mittlerweile in Richtung Gesundheitsbad, mit Möglichkeiten wie Reha-Maßnahmen oder Physiotherapie.

Angesprochen hat Wehr mittlerweile viele Unternehmen aus diesem Bereich. Über den neuen Geschäftsführer des Altenaer St. Vinzenz-Krankenhauses, Sebastian Toups, kam der Kontakt zur Vitos GmbH zustande. Deren Gutachten soll jetzt klären, ob das Vorhaben des Fördervereins machbar ist.

Für Hans Wehr ist dabei wichtig, dass die Zeiten für die Öffentlichkeit, den Schulsport und die Vereine erhalten bleiben. Daneben aber sieht er Potenzial für ein Gesundheitsbad. „Ich habe mit vielen Ärzten gesprochen. Das Interesse ist da“, so der Fördervereinsvorsitzende. Bisher würden zum Beispiel viele Nachrodter für Reha-Behandlungen mit einem Bus nach Lüdenscheid gefahren.

„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt Wehr und fügt an: „Ich aber habe die wage Hoffnung, dass das machbar ist.“ ▪ ds

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