Bürgermeisterin Birgit Tupat beschwört den Zusammenhalt

Bürgermeisterin Birgit Tupat dankt am Jahresende allen, die sich ehrenamtlich ingesetzt haben. Foto: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Kurz vor dem Ende des Jahres nutzt Bürgermeisterin Birgit Tupat die Gelegenheit, auf das Jahr 2013 zurückzublicken und einen Ausblick nach vorne zu wagen. Dabei geht sie der Frage nach, ob 2013 die Erwartungen erfüllt hat, ob es besser gewesen ist oder doch mehr Probleme gebracht hat als erwartet.

Obwohl diese Fragen nur jeder für sich beantworten könne, stellte Tupat fest, dass „seitens der Gemeinde viele Dinge umgesetzt worden sind, die wir uns vorgenommen haben.“ Einiges habe aber auch nicht umgesetzt werden können. „Trotz zahlreicher Probleme hat sich aber immer wieder eines gezeigt: Nachrodt-Wiblingwerde hält zusammen. Ich denke da an die große Resonanz zur Erhaltung des Gartenhallenbades. Es konnte erreicht werden, dass das Bad weiter durch einen Trägerverein betrieben werden kann“, nannte die Bürgermeisterin ein Beispiel dafür, wie die Bevölkerung Doppelgemeinde in Krisenzeiten Solidarität gezeigt hat.

Auch mit der interkommunalen Zusammenarbeit mit Altena sei die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde auf einem guten Weg. Nachdem die Zusammenarbeit im Standesamt und Sozialamt bereits 2012 angestoßen wurde, würden nun die Weichen für eine Zusammenarbeit beider Bauhöfe gelegt, erklärte die Bürgermeisterin und fügte – wophl auch mit ein wenig Stolz – hinzu: „Auch hier haben wir es geschafft, mit der größeren Gemeinde auf Augenhöhe zu diskutieren.“

Die Regionale 2013 habe zahlreiche Vorschläge gebracht, die im Herbst sehr konstruktiv diskutiert worden seien, schnitt Tupat ein weiteres Thema an, dass die Gemeinde auch noch einige Zeit begleiten wird. „Die Umfeldgestaltung im Bereich Rastatt wird den Bereich sehr aufwerten können“, ist die Bürgermeisterin überzeugt, dass die Umsetzung der Pläne positive Effekte haben wird.

„Nachrodt-Wiblingwerde ist weiterhin eine sehr liebens- und vor allem lebenswerte Gemeinde. Das zeigen mir zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern in meiner Bürgermeistersprechstunde“, zog die Bürgermeisterin eine Bilanz ihres zweiten Amtsjahres. „Ich finde es sehr gut, dass die Bürger nicht nur Kritik geäußert haben, sondern auch ihre Wünsche und Vorschläge mit einbringen“, sagte sie – obwohl „nicht alle Dinge so umgesetzt werden können, wie es sicherlich wünschenswert wäre“.

Auch auf die nach wie vor sehr angespnnte finanzielle Lage der Gemeinde ging Tupat ein. Schon sehr früh sei der Haushalt für 2014 eingebracht worden, der Rat habe ihm mit großer Mehrheit zugestimmt. „Auch hier müssen wir Anstrengungen leisten, um die Ziele zu erreichen, die uns teilweise von anderen gesteckt werden“, betonte sie aber auch, dass die Sorgen damit noch keineswegs der Vergangenheit angehören.

„Ich möchte mich bei jeder Bürgerin und jedem Bürger bedanken, der mit seinen Ideen und seinen Vorstellungen, aber auch mit fairer Kritik dafür gesorgt hat, dass die Blicke nach vorne gehen und nicht nur zurück. Früher war vielleicht vieles besser, aber das nützt uns heute leider nichts mehr“, zog das Gemeindeoberhaupt eine Jahresbilanz. Ihr besonderer Dank gelte „allen, die sich ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinde stellen und gestellt haben; Menschen, die dafür sorgen, dass wir nachts gut schlafen können, weil wir uns sicher fühlen dürfen; Menschen, die dafür sorgen, dass Nachrodt-Wiblingwerde liebens- und lebenswert bleibt“.

Für 2014 erwartet die Bürgermeisterin neue Herausforderungen für die Gemeinde und für jeden Einzelnen. Ihren Optimismus hat sie dennoch nicht verloren: „Auch wenn dieses Jahr nicht einfach werden wird und viele Veränderungen auf uns zukommen werden, sehe ich uns als Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gut aufgestellt“, sagte Tupat und gab der Bevölkerung einige Zeilen aus einem Lied des Sängers Xavier Naidoo mit auf den Weg: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen. Dazu brauchen wir keinerlei Waffen; unsere Waffe nennt sich unser Verstand. Und was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen. Nur wir müssen geduldig sein, dann dauert es nicht mehr lang.“

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