Carsta Coenen jetzt offiziell neue Grundschulrektorin

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Aus der Hand von Schulrätin Sabine Stahl (l.) erhielt Carsta Coenen am Donnerstag die Urkunde, die sie offiziell zur Rektorin der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde macht.

Nachrodt-Wiblingwerde - Seit Donnerstagmorgen hat die Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde wieder eine Schulleiterin. Carsta Coenen, die Nachfolgerin des am Jahresende ausgeschiedenen Rektors Johannes Illerhaus, hat ihre Ernennungsurkunde erhalten. Schulrätin Sabine Stahl überreichte ihr das Dokument am Grundschulstandort Nachrodt.

Carsta Coenen ist jedoch nicht nur Leiterin der Grundschule in Nachrodt. Die 41-jährige Mendenerin trägt auch die Verantwortung für die Grundschule in Wiblingwerde. Insgesamt sind das rund 240 Schüler und zwölf Lehrer. In Nachrodt ist Coenen längst keine Unbekannte mehr. Seit zwölf Jahren unterrichtet sie dort bereits. In Wiblingwerde stellte sich die neue Schulleiterin am Donnerstag persönlich vor: „Hallo, ich bin die neue Schulleiterin“, zog sie durch die Klassen. Schließlich soll jedes Kind wissen, wer die neue Chefin ist. So neu fühlt sich Coenen derweil gar nicht. Das neue Halbjahr mit Zeugniskonferenzen und neuen Stundenplänen hat sie direkt gefordert.

Coenen sitzt in ihrem kleinen Büro in Wiblingwerde. Noch wirkt der Raum ein wenig steril, ist nur mit dem Nötigsten ausgestattet. „Das nehme ich als nächstes in Angriff. Ein paar bunte Bilder an die Wand und der Raum bekommt meine weibliche Note, aber bisher war dafür gar keine Zeit“, gibt sie zu. Denn es gab eine Menge zu tun in den vergangenen Wochen. Wie immer zu Beginn des neuen Halbjahres. „Ich hatte gar keine Zeit, mich langsam einzugewöhnen“, erzählt sie schmunzelnd. Schließlich ist sie nicht nur Schulleiterin, sondern auch Klassenlehrerin der 1. Klasse in Nachrodt. „Daran werde ich weiter festhalten. Es ist mir einfach wichtig, den Bezug zu den Kindern zu behalten und weiter als Pädagogin zu arbeiten“, sagt die Schulleiterin. Sonst, so befürchtet sie, sei es nicht möglich zu wissen, was Schüler, Eltern und Kinder bewegt, Trends zu erkennen und Vorgänge und Entwicklungen zu verstehen.

Eine weitere große Herausforderung sei es, eine Schule mit zwei Standorten zu führen. „Das geht nur, weil ich meinen Kollegen voll vertrauen kann und sie viele Aufgaben übernehmen“, erklärt sie. Ihr großes Ziel ist es, beide Standorte nicht in den Gleich-, sondern in den Einklang zu bringen. Sowohl in Nachrodt als auch in Wiblingwerde gebe es gewachsene Strukturen und Traditionen, die es zu erhalten und pflegen gelte. „Aber wir werden uns künftig noch besser absprechen und weitere gemeinsame Aktionen durchführen.“ Ein gemeinsames Projekt beider Schulen hat sie bereits für diesen Sommer auf dem Plan. Auch neue Akzente will die neue Rektorin setzen. Als Beispiel nennt sie ein Elternfrühstück, das einmal pro Quartal stattfinden und den Kontakt zwischen Eltern und Schule verbessern soll.

Um beiden Standorten gerecht zu werden, wird es demnächst zwei feste Tage geben, an denen Carsta Coenen in Wiblingwerde arbeitet. Wann das sein wird, hängt vom neuen Stundenplan ab. Aber der neuen Schulleiterin ist es wichtig, den Kontakt zu beiden Standorten zu halten, eine gewisse Routine zu entwickeln und somit auch ein verlässlicher Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Kollegen zu sein. „Dennoch ist es mir wichtig, dass wir uns als ein Team sehen und nicht als zwei. Und vor allem auch so arbeiten“, betont Coenen.

Ihr Ziel ist es, beide Standorte für die Zukunft zu stärken, den Kindern eine schöne und einprägsame Schulzeit zu bieten und ihren Kollegen offen, humorvoll, transparent aber auch konsequent eine gute Führung zu bieten. „In einem guten Klima lässt es sich einfach viel besser arbeiten. Und wer gerne zur Arbeit geht, kann auch bessere Leistungen erbringen“, erklärt sie ihr Prinzip.

Bürgermeisterin Birgit Tupat begrüßte es, dass die Übergangszeit zwischen dem Ausscheiden der alten und dem offiziellen Amtsantritt der neuen Schulleitung nur wenige Wochen betragen hat. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte sie mit Blick auf langwierige Ausschreibungsverfahren an anderen Schulen. Carsta Coenen war zwar die einzige Bewerberin um die Stelle in der Doppelgemeinde, hat aber auch nicht lange überlegen müssen, ob sie die Stelle antreten möchte. „Ich habe hier ja schon seit Jahren einiges mitgestaltet und auch schon viele Ideen und viel Arbeit in den Schulverbund gesteckt. Das möchte ich jetzt gerne weiterführen und die Zusammenarbeit weiterentwickeln“, erklärte sie. - Volker Griese/Lydia Machelett

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