Grundschule: Auf der Suche nach Asbest

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Die Grundschule Wiblingwerde wird genau untersucht.

Baubiologen haben die Grundschule Wiblingwerde genau unter die Lupe genommen. Sie waren auf der Suche nach Asbest.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es bleiben die Sorgen um die öffentlichen Gebäude – und die Fragen, was, wann verkauft oder saniert werden kann. In der Grundschule Wiblingwerde finden aktuell Schadstoffuntersuchungen statt. 

Die Entscheidung, in welcher Form die Grundschule saniert wird, ist noch nicht gefallen. Architekt Torsten Heumann hatte zwei Varianten zur Diskussion gestellt: 2,4 Millionen Euro für eine Komplett-Sanierung und 1,1 Millionen für eine kleinere Variante. 

Für beide Möglichkeiten muss man aber im Vorfeld wissen, was die Baubiologen herausfinden. 48 000 Euro sind für eine mögliche Schadstoffsanierung vorgesehen. Die Untersuchungen übernehmen Mitarbeiter der Sachverständigengesellschaft Richardson aus Witten. 

Metalldetektor im Einsatz

Geowissenschaftlerin Ann-Isabelle Symank entnahm mit einem Kollegen 20 Proben – und zwar nicht nur im Dachgeschoss, sondern allerorts im alten Schulgebäude. Wenn Räume vergrößert und Wände herausgerissen werden, ist es wichtig zu wissen, dass Asbest für keine unliebsamen Überraschungen sorgen wird. „Wir werden auch den Bodenaufbau überprüfen, weil dort auch Schadstoffe sein können“, sagt Ann-Isabelle Symank. 

Um keine Wasser- oder Stromleitungen bei den Bohrungen zu beschädigen, kam zunächst ein Metalldetektor zum Einsatz. Dann wurden Proben genommen. 

Schon früher Asbest gefunden

Dabei entschieden sich die Fachleute zum einen für ganz gezielte Stellen, zum anderen wurden zufällige Orte ausgesucht. „Es gibt ganz typische Stellen, wo Asbest verarbeitet wurde, zum Beispiel bei Nachbesserungen im Wandbereich. Das wird ganz gezielt überprüft“, erklärt Ann-Isabelle Symank. Die Proben werden jetzt in einem Labor untersucht. 

Geowissenschaftlerin Ann-Isabelle Symank übernahm die Untersuchungen in der Grundschule Wiblingwerde.

2010 und 2011 wurde bereits eine ähnliche Untersuchung in der Grundschule durchgeführt. Damals wurde festgestellt, dass die Abdeckung der Heizungsrohre in den Kellerräumen asbesthaltig war. Daraufhin wurden die Kellerräume gesperrt. 

Im Dachgeschoss waren die Balkenköpfe PAK- (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) behaftet, sodass auch diese Räume gesperrt wurden. 

Asbest bei Sanierung ein Problem

Dass Asbest gefunden wird, ist nicht ungewöhnlich. Es war einst ein Baustoff, der gepriesen wurde. Ann-Isabelle Symank erklärt: „Wenn man nicht an die Wände rangeht, ist ein festgebundener Asbest nicht schlimm. Sobald man aber an die Wände bearbeitet, kann man Fasern freisetzen.

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