Grundschule wird für 2,5 Millionen saniert

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Die Schule in Wiblingwerde wird modernisiert und erweitert. 

Nachrodt-Wiblingwerde – Nicht kleckern, sondern klotzen. Nicht schrittweise renovieren, sondern das große Ganze wagen: Die Grundschule Wiblingwerde wird für 2,5 Millionen Euro modernisiert und erweitert.

Dafür sprachen sich alle Mitglieder des Rates aus. „Bei wichtigen Entscheidungen sind wir uns immer einig“, meinte CDU-Ratsherr Michael Schlieck nach der Abstimmung schmunzelnd. Wollten die „große Lösung“ ohnehin alle? Oder war es tatsächlich Matthias Lohmann, der das Ruder herumgerissen hat?

 „Wir haben schlechte Erfahrungen mit Teilrenovierungen von Gebäuden“, so der fraktionslose Ratsherr mit Blick auf die Rastatt, die nun abgerissen wird. An der Grundschule Wiblingwerde könne man es besser machen: Den Keller trocken legen, als nächstes das Dach sanieren, um die Gebäudesubstanz von unten und oben zu schützen. Und sodann den Innenausbau in Angriff nehmen. „Alle, die glauben, dass man es auch schrittweise machen kann, sollten bedenken, dass sich die Kreditkosten zwar nicht mehr verändern werden, aber dass aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Handwerkerkosten immer weiter steigen werden“, so Matthias Lohmann, der auch das Thema Betreuung ansprach: Bei der Komplettsanierung der Schule gebe es den Vorteil, dass die Betreuung wieder unter einem Dach stattfinden könne und der komplette Bereich hinter der Turnhalle zukünftig für die Feuerwehr allein zur Verfügung stünde. 

Unterstützung gab es direkt von der CDU: „Bei Schulen sollte man nicht sparen“, meinte Michael Schlieck und der Fraktionsvorsitzende Jens-Philipp Olschewski erklärte: „Eine gute Infrastruktur ist uns sehr wichtig. Wir sind eine Wohngemeinde und wollen für junge Familien attraktiv bleiben. So ist es unerlässlich, die Schule nicht nur zu erhalten, sondern auch die Schulstandorte zu stärken.“ Für die SPD und UWG schlossen sich Martin Neumann und Petra Triches den Ausführungen an.

"Die große Lösung ist kompakter, letztlich kostengünstiger und sinnvoller"

 Fast genau vor einem Jahr hatte Architekt Torsten Heumann den Kommunalpolitikern erstmals einen Sanierungsplan für die Grundschule Wiblingwerde vorgestellt und aufgezeigt, was alles möglich ist: vier Klassenräume für je 25 Schüler inklusive Stauraum für Material, ein Medienraum mit zwölf Arbeitsplätzen, zwei Förderräume, einen Leseraum, einen Betreuungsraum mit einfachem Zugang zum Außenbereich, eine Lehrküche, ein bis zwei Innentoiletten, Außentoiletten, ein Rektorat, ein Sekretariat, ein Lehrerzimmer, eine Lehrerküche und ein Lehrer-WC. Ein Schul-Schmuckstück mit Anbau und Aufzug und sanitären Anlagen im Untergeschoss. Doch die Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro bereiteten den Entscheidungsträgern Kopfschmerzen, sodass der Architekt auch eine „abgespeckte Variante“ Anfang März auf „den Tisch des Hauses“ brachte. Kosten hierfür: 1,1 Millionen Euro, mit der Möglichkeit, das große Raumprogramm später umzusetzen. 

Der Planer selbst wurde während der Sitzung des Rates übrigens auch nach seiner persönlichen Meinung zum Vorgehen gefragt und gab ein deutliches Statement für die große Lösung ab, „wenn am Ende die Reise ohnehin dorthin gehen soll. Dann ist sie kompakter, letztlich kostengünstiger und sinnvoller.“ Bevor die Sitzung für eine kurze Beratung der Fraktionen unterbrochen wurde, konnte Bürgermeisterin Birgit Tupat noch eine Nachricht verkünden: Bei den Schadstoffuntersuchungen des Gebäudes „ist zwar von den Baubiologen Asbest in einigen Bauteilen gefunden worden, aber so lange man diese nicht öffnet, sind sie nicht gesundheitsgefährdend.“ Der Beschluss: Die Verwaltung stellt jetzt den Bauantrag für die große Schul-Sanierung beim Märkischen Kreis und bereitet zudem auch die Ausschreibung für die sanitären Anlagen im Kellerbereich und die damit verbundenen

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