Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde

Neue Chefin für offenen Ganztag - jeder kennt sie

Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde:  Schulleiterin Carsta Coenen (links) mit der neuen OGS-Leiterin Martina Graetz.
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Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde: Schulleiterin Carsta Coenen (links) mit der neuen OGS-Leiterin Martina Graetz.

In turbulenten Corona-Zeiten hat sie die Leitung der offenen Ganztagsschule in Nachrodt-Wiblingwerde übernommen. Doch mit den Aufgaben einer OGS kennt sich die neue Chefin bestens aus.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist die Zeit, in der alles auf den Kopf gestellt wird, in der in der Schule, in der Betreuung und in der OGS nichts in normalen Bahnen läuft – und in der man heute nicht weiß, was morgen kommt. Und mittendrin: ein Neuanfang. Martina Graetz ist die neue Leiterin der offenen Ganztagsschule (OGS).

„Es fühlt sich gut an“, erzählt sie schmunzelnd. In turbulenten Zeiten ist sie die Nachfolgerin von Nadja Knorn geworden, die einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen hat.

Lolli-Test und Schulöffnung: Turbulente Zeiten

Seit 15 Jahren arbeitet Martina Graetz bereits in der offenen Ganztagsschule. Ein Erfahrungsschatz, der ihr jetzt zugute kommt. Die ersten zwölf Tage als Chefin waren trotzdem aufregend: die Umstellung von Nasen- auf Lollitest im Kampf gegen das Coronavirus, die Vorbereitungen für den Wechselunterricht, der wahrscheinlich nächste Woche wieder anläuft.

„Man muss immer wieder abstimmen, wer wann arbeitet, wie Gruppen gebildet werden“, erzählt Martina Graetz. In der OGS arbeiten mit ihr Anja Becker sowie Laura Weiden und Elisa Kisker als Zehn-Stunden-Kräfte, Kerstin Rochau als neue Hauswirtschaftskraft, die auch zusätzlich zehn Stunden in der Betreuung eingesetzt ist. Angelika Gerke wird nach den Sommerferien wieder durchstarten.

OGS, Notbetreuung und Betreuung zusammengefasst

Seit einem Jahr herrscht Ausnahmezustand. „Ich habe die Hoffnung, dass wir ab August wieder in den normalen Schul- und somit OGS-Betrieb zurückkehren“, sagt Martina Graetz. Denn im Moment werden OGS, Notbetreuung und Betreuung zusammengefasst.

Im Normalfall gibt es die OGS-Kinder, die nach der Schule kommen, bis 16 Uhr bleiben können, Mittagessen bekommen und auch Hausaufgaben machen. Zudem besteht ein Angebot für Betreuungskinder, die bis 14 Uhr bleiben. In der jetzigen Situation findet auch die Notbetreuung für die Kinder statt, die zu den Unterrichtszeiten Ansprechpartner benötigen. All dies ist nun ein Mix, der eine große logistische Herausforderung verlangt.

Ziel: OGS neu gestalten

Schulleiterin Carsta Coenen ist froh, dass Martina Graetz die OGS-Leitung übernommen hat. „Sie kennt sich aus, ich kann mich 100-prozentig auf sie verlassen und wir haben ein gutes Verhältnis. Und wenn wir gemeinsam die ganzen chaotischen Geschichten gestemmt haben, werden wir auch die Ruhe finden, zusammen mit dem Arbeitsteam die OGS anders und neu zu gestalten.

Es gibt viele Ideen. Im Tagesablauf sollen einige Bausteine anders gestaltet werden“, sagt Carsta Coenen, während Martina Graetz die Verzahnung der OGS im Ort anspricht: Kontakte zum Pertheshaus, zum evangelischen Kindergarten und zum Jugendzentrum sollen ausgebaut, weitere aufgebaut werden. „Es soll deutlich werden: „Das ist die OGS der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und nicht irgendeine beliebige“, so Carsta Coenen.

Viel frische Luft

50 Mädchen und Jungen können in der OGS betreut werden, wobei der Begriff „betreut“ nicht wirklich zutrifft. Die Kinder fühlen sich fast wie zu Hause und unternehmen auch viel. Martina Graetz ist ein Bewegungsmensch, die gern mit den Kindern draußen in der Natur ist.

„Zum Basteln habe ich meine Kolleginnen“, erzählt sie lachend. Sie liebt an ihrer Aufgabe, dass jeder Tag anders ist. „Ich stehe den Kindern in ihrem Alltag zur Seite“, sagt die 54-Jährige, die auch gern bei den Hausaufgaben hilft. „Wenn es in einem Fach hapert, kann man manches auch mit Bewegung wettmachen. Buchstaben kann man auch tanzen und hüpfen. Und auch Mathe hat viel mit Bewegung zu tun. Wer sich gut bewegen, klettern und balancieren kann, hat auch ein räumliches Vorstellungsvermögen.“

In den Wald gehen, gucken, was wächst, oder Bienenstöcke am Roland anschauen: Martina Graetz ist sehr naturverbunden und lässt dies, so weit es möglich ist, in ihre Arbeit einfließen.

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