Emotionen und starke Bilder auf der Schulbühne

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Mit Leichtigkeit übertrugen die Kinder die Gefühle der biblischen Geschichte auf das Bühnenwerk.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein riesiges Aufgebot an Tieren füllte am Samstag die Aula der Grundschule Nachrodt. Elefanten, Krabbelkäfer und sogar den Holzwurm ließen die Darsteller des Musicals „Noah unterm Regenbogen“ in die Arche einsteigen. Die Familien und Freunde der Kinder lauschten dem Musical mit großer Begeisterung.

Die Bühnenbauer hatten ganze Arbeit geleistet, denn dass so viele tierische Paare hinter der Schiffskulisse Platz finden würden, hatte wohl keiner erwartet. Alle Kinder spazierten entspannt und fröhlich in das Boot ein. Allen voran: Noah-Darsteller Tobias Henke. Er trotzte ganz besonders charmant den Einwänden aus den Reihen des Schulchors: Der hatte Zweifel daran, dass eine Reise mit Löwen, Giraffen und Läusen an Bord gut gehen würde: „Die Arche steht unter Gottes Schutz“, erklärte er selbstbewusst.

Die Gesamtleitung des reizenden Kindermusicals hatte Chorleiter Florian Rosenthal. Der hatte eine große Gruppe von Chorkindern und Bühnendarstellern aus den Jahrgangsstufen zwei bis vier der Nachrodter Grundschule gründlich auf ihren Auftritt vorbereitet. Das Musical aus der Feder des mittlerweile verstorbenen Komponisten- und Texter-Duos Peter Janssens und Rolf Krenzer lebt von eingängigen Melodien und starken Emotionen. Es fiel den Kindern überhaupt nicht schwer, Furcht, Zweifel und Hoffnung aus der biblischen Geschichte zu übertragen. Unterstützt wurden sie nicht nur von Florian Rosenthal am offenen Flügel und Keyboard, sondern auch von Regina Kerkmann (Querflöte), Kira Beleke (Klarinette), Martin Beleke (Gitarre), Nils Knoop (Gitarre), Frank Staeck (Bassgitarre) und Benedikt Gernert (Schlagzeug). Zusammen gelang eine durchweg gute musikalische Interpretation, die durch starke Bilder ideal ergänzt wurde.

Eltern, Lehrer, Hausmeister und zahlreiche Sponsoren hatten es möglich gemacht, dass „Noah unterm Regenbogen“ in stilvoller Kulisse und in entzückenden Kostümen aufgeführt werden konnte. Dass hinter der Produktion viel Herzblut steckte, war der Premiere von der ersten bis zur letzten Minute mit furiosem Happy End anzumerken.

Eintritt nahmen die Grundschüler für ihre Aufführung nicht, baten stattdessen jedoch um Spenden, die den Flutopfern im Süden und Osten Deutschlands zukommen sollen. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Musical am Freitag und Sonntag noch einmal in der Schulaula gezeigt, doch auch dann besteht keine Chance mehr, noch an Karten zu kommen: Weil der Produktion ihr guter Ruf weit voraus geeilt war, war schnell jeder Termin restlos ausverkauft. ▪ Ina Hornemann

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