Grundschul-Anmeldungen: Test und Gespräche

Die angehende Grundschülerin Joline im Gespräch mit den beiden Pädagoginnen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Für ihre Tochter Joline, die zum nächsten Schuljahr wohl die erste Klasse der Grundschule in Wiblingwerde besuchen wird, erhofft sich Simone Handrup nur das Beste. Eine „stressfreie Zeit“ wünscht sie ihr und dass sie in der Schule „gut durchkommen“ möge. Simone Handrup gefällt die Wiblingwerder Grundschule - nicht nur wegen der räumlichen Nähe, sondern auch, weil „sie schön klein gehalten ist“.

Gestern war sie dort, um Joline anzumelden. Am Donnerstag war Auftakt der Anmeldungen an den Nachrodt-Wiblingwerder Grundschulen. Heute geht es weiter und ebenso in der nächsten Woche.

Es ist auch ein wichtiges Ereignis für die Schulen - denn anschließend steht mit hoher Wahrscheinlichkeit fest, wieviel Schüler in eine Klasse kommen. Und wie viele Klassen gebildet werden können. In Wiblingwerde ist das klar - schon am ersten Tag gab es genügend Anmeldungen, eine Klasse an der ohnehin einzügig ausgelegten Schule kommt zustande. Weil die Schule eben einzügig ist, gibt es eben auch eine Obergrenze - und in der muss auch ein Puffer enthalten sein, um Zuzüge oder anderweitige Aufstockungen der ersten Klasse auffangen zu können.

Für die Schulen ist es seit Aufhebung der Schulbezirke zudem komplizierter geworden. Auswärtige aus anderen Ortsteilen oder anderen Städten können ebenfalls die Schule besuchen. Da gilt es im Fall der Fälle eine Reihe von Kriterien zu berücksichtigen. Und es kann auch durchaus sein, dass Kinder aus verschiedensten Gründen abgelehnt werden können.

Wie dem auch sei: Es wird viel getan, um den angehenden Grundschülern „einen professionellen Start“ ins Schul-Leben zu gewährleisten. Diese Formulierung gebrauchte Schulleiterin Anja Ihme. In der Tat: Da gibt es für jedes Kind ein Gespräch mit Pädagogen. Dabei gilt es kleine Aufgaben zu lösen, mit denen spielerisch schulrelevante Fähigkeiten ermittelt werden können: Es geht dabei um Grob- und Feinmotrik, das sprachliche Vermögen, die Kommunikationsfähigkeit und Wahrnehmung, Zahlenverständnis, Merkfähigkeit. Auch die sozio-emotionale Entwicklung des Kindes, (kommt es schon ohne Mama klar?) wird schon etwas ausgesagt.

Auch für die Eltern gibt es am Anmeldetag ein Gespräch - getrennt vom Kind. Es geht um den Austausch wichtiger Details zum Kind aus Elternsicht, aber es gilt auch wichtige Formalitäten zu erledigen, den Personalbogen für das Kind auszufüllen. Allergien, Besonderheiten, mögliche Handicaps anzugeben und zu besprechen, und um den Förderbedarf abzuklopfen. Auch bekommen die Erziehungsberechtigten eine Infobroschüre an die Hand, die über den modernen Schulbetrieb informiert, liegt die Grundschulzeit der Eltern doch lange Jahre zurück. Aus all dem kristallisiert sich für jedes angehende I-Männchen dann schon ein Bild heraus, das einen professionellen Umgang ermögliche, erläuterte Schulleiterin Ihme.

Und dann kommt noch das Gesundheitsamt, welches die Kinder auch noch einmal schulärztlich untersucht. Auch hier bekommt die Schule dann eine Rückmeldung. Dann schließlich entscheidet die Schulleiterin über die Aufnahme eines Kindes. Erst im April oder Mai gibt es dann für die Eltern den schriftlichen Bescheid, ob ihr Kind an der Schule angenommen wird.

Einige weitere Termine kommen dann noch, die den baldigen Grundschülern den Übergang von Kindergarten in Schule weitgehend erleichtern sollen: Ein Elternabend in den Kindergärten, zu denen ohnehin gute Kontakte bestehen, Schultütenbasteln mit der künftigen Klassenlehrerin, Schnuppertag in der Schule, Tag der offenen Tür und dann noch einmal - kurz vor den Sommerferien - ein Elternabend in der Schule. ▪ vdB

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