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Umzug der Grundschüler in ein lichtdurchflutetes „Raumschiff“

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Schön sieht das Containerdorf nur innen aus.
Schön sieht das Containerdorf nur innen aus. © Fischer-Bolz, Susanne

Von außen ist mit einem Schönheitspreis nicht zu rechnen. Aber innen ist das Containerdorf in Wiblingwerde großzügig gestaltet und lichtdurchflutet. Die Grundschulkinder sind jedenfalls mächtig begeistert von ihrem „Exil“.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Es sieht hier aus wie in einem Raumschiff“, finden die Kinder und sind hellauf begeistert. Die Räume lichtdurchflutet und freundlich, die Mäusebilder an den Fenstern, die Tafel dort, wo sie hingehört, der Spielplatz direkt vor der Tür. Dass sie nicht ins Weltall fliegen können, sondern ganz normalen Unterricht haben, ist für die Mädchen und Jungen der 1c nicht so schlimm. Schließlich ist alles neu und aufregend im Schul-Exil. Der Umzug von ihrer Grundschule, die jetzt modernisiert und erweitert wird, ins Containerdorf gegenüber hat mit allen Klassen reibungslos geklappt.

„Außergewöhnlich gut geklappt“

„Wir haben gerödelt“, erzählt Konrektor Florian Rosenthal schmunzelnd und schickt ein großes Lob an alle: an das Umzugsunternehmen Schlotmann, das „mit uns Hand in Hand gearbeitet hat“, an Hausmeister Sascha Panne, der „krass im Einsatz war und ist“, an das Kollegium und an alle Kinder, die natürlich schon im Vorfeld sehr aufgeregt waren und „drüben“ mal gucken durften. Das Konzept ist aufgegangen und auch Bauamtsleiter Dirk Röding ist erleichtert, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten so „außergewöhnlich gut geklappt hat.“

Der Klassenraum der 1c im Container
Der Klassenraum der 1c im Container. © Fischer-Bolz, Susanne

Mit einem Schönheitspreis ist von außen nicht zu rechnen. Doch innen ist der Besucher erstaunt – über den großzügigen Zuschnitt der Räume. „Von außen sieht man gar nicht, wie viel Platz wir jetzt haben. Ich habe mich richtig gefreut“, sagt Grundschullehrerin Nadja Mittelbach und auch ihre Kollegin Anne Haßenpflug findet nur lobende Worte für das Domizil. Die Klassenzimmer – etwas schmaler, aber länger als vorher – sind liebevoll eingerichtet, unterscheiden sich in Nichts von den alten Unterkünften. „Im Sommer müssen wir schauen, ob eine Klimaanlage benötigt wird“, sagt Dirk Röding. Im Moment erscheint die Unterkunft perfekt. „Wir müssen keine Treppen mehr steigen“, sieht Florian Rosenthal noch einen Vorteil. In seiner Eisbärenklasse, der 4c, sind 14 Kinder, die sich für eine neue Sitzordnung entschieden haben. Und alle staunen, dass es noch ein leeres Regal im Klassenzimmer gibt. „Wir haben ziemlich viel ausgemistet“, erzählt Florian Rosenthal und ist richtig froh darüber.

Skelett in der Grundschule geblieben

Was gerade nicht benötigt, aber später sicher noch Verwendung finden wird, ist in der Grundschule geblieben: ein Skelett beispielsweise, jede Menge Tische und Stühle, eine Burg Altena aus Pappmaché, alte Notenständer. All das ist in einem Klassenraum geblieben. Ein anderer Raum soll für die Baubesprechungen genutzt werden, die weiterhin jeden Dienstag stattfinden. Mittlerweile wurden die Heizkörper ausgebaut und ein Elektriker hat den Strom abgestellt. Erster Schritt der groß angelegten Baumaßnahme an der Grundschule wird die Schadstoffsanierung sein, die etwa zwei Monate dauern wird. Die Mitarbeiter der Firma Kluge werden mit Schutzanzügen arbeiten.

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