FDP gründet Ortsverband - Geburtshelfer nötig

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Der Vorstand mit den Geburtshelfern Axel Hoffmann (l.) und Martina Stenger (r.). Von links Beisitzerin Patricia Tessmer-Höfelman, Vorsitzende Dr. Michaela Christodoulakis, Schatzmeisterin Anneliese Schröder und zweiter Vorsitzender Claus Vogel.

Nachrodt-Wiblingwerde – Nun gibt's den FDP-Ortsverband - und nur eine Kommune im Kreis bleibt als weißer Fleck. Die Vorsitzende ist durch ihren Job in der Gemeinde bekannt.

In der Doppelgemeinde hat sich eine neue politische Kraft positioniert: Am Mittwochabend ist in Wiblingwerde ein Ortsverband der FDP gegründet worden. Der Vorstand besteht aus Dr. Michaela Christodoulakis, die zur Ersten Vorsitzenden gewählt wurde, Claus Vogel (2. Vorsitzender), Anneliese Schröder (Schatzmeisterin) und den beiden Beisitzern Lukas Kückelhaus und Patricia Tessmer-Höfelmann. 

Die Ergebnisse fielen jeweils einstimmig aus, und die Auszählung durch Nils Kuschinsky vom Ortsverband Iserlohn ging ebenso reibungslos wie schnell vonstatten, denn es handelte sich nur um jeweils vier Stimmen. 

Vorsitzende: "Habe keine Zwölfjahresplan"

Die Amtszeit des ersten Vorstandes wird auf zwei Jahre und vier Monate leicht verlängert, damit der Ortsverband in den üblichen FDP-Turnus hineinwächst. Üblich ist eine Amtszeit von zwei Jahren. Dr. Michaela Christodoulakis ist in der Doppelgemeinde durch ihre Tätigkeit als Zahnärztin mit einer Praxis in Nachrodt gut bekannt. 

Sie sagte am Mittwochabend, sie bringe „keinen Zwölfjahresplan“ mit, regte aber an, dass sich der neue Ortsverband im kommenden Jahr beim Aktionstag „Lenne lebt“ vorstellt. Der stellvertretende Vorsitzende Claus Vogel ist Geschäftsführer einer Druckerei in Lüdenscheid. Schatzmeisterin Anneliese Schröder ist als Filialleiterin im Einzelhandel in Unna tätig. 

Geleitet wurde die Gründungsversammlung von Axel Hoffmann, dem ehemaligen Kreisvorsitzenden und Fraktionschef der Liberalen im Kreistag.  Er wünschte sich, dass es an diesem Abend in der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ gelingt, den „Grundstock für eine Expansion“ zu legen. 

Zehn Gäste bei der  Gründung

Der Ortsverband Nachrodt-Wiblingwerde ist der 14. FDP-Ableger im Gebiet des Märkischen Kreises, einen letzten weißen Fleck gibt es nun nur noch in Balve. Der Kreis der Neugründer war mit insgesamt zehn Gästen insgesamt überschaubar. 

Man kannte sich und bewies Humor: So sagte Hoffmann eingangs mit einem Augenzwinkern, er habe eine reichliche Anzahl von Stimmzetteln mitgebracht, „weil ich noch auf einen Bus warte“. Später verkündete er, er freue sich, dass der stellvertretende Vorsitzende Claus Vogel im Vorfeld um 40 Aufnahmeanträge gebeten habe, „weil hier am Wochenende eine große Veranstaltung stattfindet“. Das Vereinsfest des TV Wiblingwerde, der Oktoberfest feiert. 

Den Blick auf die Doppelgemeinde gerichtet, sagte Hoffmann zuversichtlich: „Wir gucken jetzt einmal, was passiert.“ Die Kommunalwahl kam nur kurz zur Sprache: „Wir versuchen es selbstverständlich“, sagte Hoffmann. 

Finanzspritze als Starthilfe

Ohne Unterstützung durch den Kreisverband werde die gewünschte Expansion und Mitgliedergewinnung aber nicht gelingen. Die sicherte er aber fest zu. So wird Martina Stenger die Aufbauarbeit als kooptiertes Mitglied des Vorstandes unterstützen. Sie bringt politische Erfahrung aus zwei Wahlperioden als Abgeordnete des Kreistages mit. 

Unterstützung gab es aber auch finanzieller Art: So hatte der Kreisvorstand beschlossen, die Liberalen in der Doppelgemeinde mit einem Startzuschuss von 500 Euro auszustatten, „damit Sie ans arbeiten kommen“, wie Hoffmann es formulierte. Er sagte zu, dass ein Werbeschild für die FDP finanziert wird. Es soll auf Anregung der Ortsvorsitzenden im Gartenhallenbad Platz finden.

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