Großes Konzert des MGV Frohsinn

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Der MGV „Frohsinn“ Nachrodt lud zu seinem Jubiläumskonzert Chöre aus Wiblingwerde, Letmathe, Hemer und Lüdenscheid ein. Die Stimmung in der Lennehalle war prima.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es hätten ein paar Besucher mehr sein dürfen, aber der Stimmung beim Jubiläumskonzert des MGV Frohsinn tat das keinen Abbruch. Es gab stürmischen Beifall, das Verlangen nach Zugaben, und am Ende wurde sogar geschunkelt und mitgesungen.

110 Jahre wird der MGV „Frohsinn“ Nachrodt 1904 in diesem Jahr, und das Konzert bot eine schöne Gelegenheit, im Verbund mit den Gästen mal wieder hören zu lassen, wie ein 50 Mann starker Männerchor früher klang.

„Trotz seines Alters erfreut sich der MGV bester Gesundheit“, begrüßte Jürgen Huwig, Vorsitzender des MGV „Frohsinn“ die Besucher am Sonntag in der Lennehalle. Bei der Auswahl der mitwirkenden Chöre hatte „Frohsinn“-Chorleiter Heinrich Mainka eine wichtige Rolle gespielt, denn er betreut auch den Oesetaler Frauenchor aus Hemer, den Elseyer-Nahmer-Männerchor und den Kolpingchor Letmathe.

Dazu kamen der Männergesangverein Wiblingwerde 1895 unter der Leitung von Alfia Möllmann und die „Mädels de LüKCs“, die vor fünf Jahren aus dem Kinderchor Lüdenscheid hervorgingen. Das A-capella-Septett sang unter anderem Rammsteins „Engel“ und Julis „Perfekte Welle“. Großen Spaß machte dem Publikum ein herziges und etwas tragisches Lied der Wise Guys: „Nein, Nein, nein, uns’re Liebe durfte nicht sein.“ Die Begründung liefert der Refrain der Kölner Band: „Großer Schmerz und schreckliche Pein, sie kam aus Düsseldorf am Rhein.“

Der Oesetaler Frauenchor präsentierte Kostbarkeiten der Popgeschichte: Johnny Cashs „Ring of Fire“, Danyel Gerards „Butterfly“ und „One Way Wind“ von den Cats. Für den stürmischen Beifall bedankten sich die Sängerinnen mit einem Oesetaler „Likörchen“ in Ehren, das die Gastgeber auch prompt lieferten. Bei solchen kleinen Rachenölungen sollte es bei den weiteren Auftritten bleiben.

Der MGV Wiblingwerde steuerte traditionelles Liedgut und zwei Allzeit-Hits bei: Reinhard Meys „Über den Wolken“ und Tony Marshalls „Schöne Maid“. Da waren auch die Besucher zum ersten Mal richtig gefordert. Sie lieferten den Rhythmus zu diesem Stimmungsbringer.

Auf „Italienreise“ ging der Elseyer-Nahmer Männerchor, und der Kolpingchor Letmathe würdigte den Komponisten Henry Mancini, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre. Er komponierte die Musik zum Film „Die Dornenvögel“.

Im zweiten Teil zeigten die Männerchöre, „wie es damals war, als sie noch jeweils 50 Mann stark waren“. Jeweils zwei Klangkörper trafen sich auf der Bühne und beeindruckten durch ihr imposantes Stimmvolumen. Die Devise lautete: „Amigos para siempre“, „Freunde fürs Leben“. Auch beim Chiantilied kam Stimmung auf. Vor dem großen Finale mit allen Männerchören und dem „Wanderer“-Lied begab sich der MGV „Frohsinn“ auf die Spur der Comedian Harmonists: „Wochenend und Sonnenschein“.

 Zu „Rot sind die Rosen“ wurde gar munter geschunkelt. Die letzte Zugabe würdigte schließlich den Rebensaft: Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Fass, aus dem Fasse dann oh Wonne, in die Flasche in das Glas.“ Das passte zur gut organisierten Versorgung, denn die Frauen des Fördervereins der Feuerwehr Nachrodt hatten mit einem exzellenten Kuchenbüffet und Herzhaftem viel für das Wohl der Besucher getan. - von Thomas Krumm

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