Fettexplosion löst Brand in Mehrfamilienhaus aus

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Alle Einheiten der Gemeindefeuerwehr wurden am Montag zur Straße Im Grund in Einsal gerufen. Dort brannte eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Gemeindebrandinspektor Michael Kling nannte es einen „Klassiker“: Der Versuch, brennendes Fett mit Wasser zu löschen, sorgte am späten Montagnachmittag für einen Großeinsatz der Gemeindefeuerwehr.

Als die ersten Einsatzkräfte an der Straße Im Grund in Einsal eintrafen, stießen sie auf den Vollbrand einer Küche im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses der Baugesellschaft. Den Brand zu löschen, war nur eine der Aufgaben – es galt auch, eine Bewohnerin des Hauses erstzuversorgen. Sie hatte sich bei Löschversuchen nicht unerhebliche Brandverletzungen zugezogen und wurde von den Feuerwehrleuten betreut, bis nach langer Wartezeit endlich ein Rettungswagen aus Iserlohn eintraf.

Da das Sechsfamilienhaus in erster Linie von türkischstämmigen Familien bewohnt wurde, gab es außerdem Verständigungsprobleme: „Wir haben das Gebäude deshalb sehr, sehr gründlich untersucht, um wirklich sicher sein zu können, dass sich niemand mehr darin aufhält“, sagte Kling. Dazu waren mehrere Atemschutztrupps im Einsatz.

Nach Klings Einschätzung richtete das Feuer erheblichen Schaden an. Eine Wohnung wurde durch das Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen. Die anderen Wohnungen seien völlig verraucht und deshalb ebenfalls vorerst nicht zu benutzen, sagte der Gemeindebrandinspektor am Abend.

Bereits am Montagmittag musste die Feuerwehr zur Lennehalle ausrücken. Mehr als 30 Einsatzkräfte wurden alarmiert, weil die Brandmeldeanlage angeschlagen hatte. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass ein Grundschüler einen Druckknopfmelder am Haupteingang eingeschlagen und somit einen Großeinsatz der Einsatzkräfte ausgelöst hatte. ▪ Thomas Bender / Volker Griese

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