Gleich sieben Azubis

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Nicole Bornmann (re.) und Kollegin Nadja Krause. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Quote kann sich sehen lassen: Bei 43 Mitarbeitern sind sieben Auszubildende. Sie lernen Verkäuferin in verschiedenen Fachbereichen oder absolvieren eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau.

Es ist eine umfassende Ausbildung und manchmal sind die Azubis eine ganze Woche außer Haus. Sie besuchen nämlich zusätzlich zur Berufsschule auch Seminare bei Edeka. Dort geht es um das Kennenlernen von Warengruppen, um Verkaufsmethoden, um Präsentation. In der Berufsschule lernen sie die kaufmännischen Grundlagen, aber auch die Handhabung von Software wie Excell und Powerpoint. Hans-Peter Clever, Inhaber des Edeka-Marktes in Nachrodt, bildet gern aus, zuweilen über den Bedarf hinaus, um jungen Menschen eine Chance zu geben, aber auch aus der Notwendigkeit heraus, um sich den Personalstamm zu sichern.

Nicole Bornmann gehört zu den jungen Menschen, denen Clever eine Chance gab. Heute ist sie eine seiner besten Nachwuchsmitarbeiterinnen. Er hat die 19-Jährige, die nun im dritten Lehrjahr ist, sogar zum Chef-Azubi gemacht, hat ihr Verantwortung übertragen. Sie ist erste Ansprechpartnerin für die anderen Auszubildenden. „Sie denkt mit, der Job macht ihr Spaß und sie kann Verantwortung übernehmen“, sagt Clever. Das bedeute für ihn eine Entlastung. Azubi Bornmann bleibt bescheiden, freut sich aber, dass ihre Rolle von den anderen akzeptiert wird. Zusätzlich darf sie auch schon mal Aufsicht führen in der Spätschicht, kontrollieren, überprüfen, Kasse machen und abends abschließen.

Bei einem anderen Unternehmen hat sie schlechte Erfahrungen gemacht, die Marktleitung habe sie in der Probezeit aus persönlichen Gründen herausgemobbt. Bei Arbeitsamt bekam sie dann eine Qualifizierungsmaßnahme, kam so zu Edeka-Clever, bewährte sich und bekam dann einen Lehrvertrag, obwohl Clever eigentlich niemanden einstellen wollte. Nun ist sie schon im dritten Lehrjahr. Bornmann arbeitet gerne dort. Es herrsche ein gutes, familiäres Arbeitsklima. „Es ist allerdings nicht zu locker“, sagt Bornmann. „Es gibt Regeln“. ▪ vdB

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