Lebenstraum erfüllt: Café Klunterbunt eröffnet

Gisela Gundermann hat sich mit dem Café Klunterbunt einen Lebenstraum erfüllt. Zur Eröffnung am Samstag kamen viele Freunde, Nachbarn und Bekannte, um die neue Attraktion in Rennerde zu feiern. Foto: Hornemann

NACHRODT-WIBLINGWERDE - 25 Frühstücksgäste waren am Samstagvormittag bei der Eröffnung des Café Klunterbunt dabei. Gisela Gundermann erfüllt sich mit dem nostalgischen Klöntreff einen Lebenstraum.

Von Ina Hornemann

Die Nacht war kurz und früh zu Ende für Norbert Grebe: Um 5.30 Uhr war der Rennerder aufgestanden, um noch schnell zwei Tische zusammenzubauen für das Café Klunterbunt. Seine Lebensgefährtin Gisela Gundermann erfüllt sich mit dem nostalgischen Klöntreff einen Lebenstraum, den der Nachrodt-Wiblingwerder Neubürger gern mit ihr trägt.

Mit den 25 Gästen war die neue Attraktion im Dorf auch schon voll ausgebucht. Mit dem Brötchenbacken kam Norbert Grebe so schnell gar nicht nach. Die Nachbarn und Freunde waren allesamt gekommen, um Gisela Gundermann zu ihrem Unruhestandsprojekt zu beglückwünschen. „Schön ist es geworden!” war die einhellige Meinung bei frisch gebrühtem Kaffee, Brötchen, Brot und diversen Leckereien oben drauf. Das heimelige Mobiliar, der in die Wand eingelassene Spiegel, die im Originalzustand belassene Mauer und vor allem die ostfriesische Klöntür finden Anklang.

Wie im Norden kann der Besucher erst mal neugierig die Nase durch die obere Luke stecken und einen Plausch mit der Wirtin halten, bevor er sich entschließt ein Stück Kuchen zu essen und einen Ostfriesentee zu trinken. „Eine Frau aus Norddeutschland hat mich extra angerufen und mir Tipps gegeben, wie man den richtig macht!” freute sich Gisela Gundermann. Ideelle Förderer hatte sie viele während der Planungsphase des Cafés. „Und die Nachbarn haben nicht schlecht gestaunt, wie schnell sich das Untergeschoss seit der Einweihungsfeier des Hauses vor zwei Wochen noch verändert hat”, erklärt Norbert Grebe schmunzelnd.

Umgebaut hat der ausgebildete Baumöbelschreiner den Cafébereich in Windeseile. Viel Risiko geht das Paar bei seinem Projekt nicht ein: Das über 200 Jahre alte Bauernhaus gehört ihm seit 2011 und gibt gar keinen Platz für Massenbetrieb her. Geöffnet ist das Klunterbunt nur von Freitags bis Sonntags und unter der Woche nach telefonischer Voranmeldung. Angeboten werden ausgewählte tagesfrische Kuchen- und Tortenkreationen und Frühstück. Und natürlich der Klön mit den originellen Gastgebern, die eine lachende Kaffeetasse auf ihrer Arbeitskleidung zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Fürs Backen, Handarbeiten und den Kontakt mit netten Menschen lebt Gisela Gundermann - und genau diese Handschrift trägt ihr Café.

Damit es Zukunft hat, hat sie ihr Haus segnen lassen. Der Nachrodter Pfarrer Wolfgang Kube hat nicht nur dem Gemäuer, sondern auch seinen Gästen am Samstagmorgen Zuspruch im Namen Gottes gewünscht. Zur Kaffeezeit kam ein weiterer Ansturm neugieriger Besucher, der ohne die stille Küchenfee Ingrid Potthoff an Waffeleisen und Kaffeemaschine kaum zu stemmen gewesen wäre. „Wir haben schon gute Freunde!” findet Gisela Gundermann. Glücklich, dass ihr Lebenstraum endlich wahr geworden ist.

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