Gewaltige Buntbarsch-Zucht in Rennerde

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Norbert Grebe renoviert mit Gisela Gundermann das Bauernhaus. Im Ergeschoss wird die Fischzucht sein. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein spannender Umzug steht demnächst für Norbert Grebe an. Er wird mit 60 Aquarien, in denen sich zur Zeit noch insgesamt 14 000 Liter Wasser und zig Buntbarsche befinden, von Iserlohn nach Rennerde umziehen. Dort renoviert er zur Zeit mit Gisela Gundermann ein über 200 Jahre altes Haus, in dessen Erdgeschoss die Fischzucht einziehen wird.

Wie viele Kinder, bekam auch Grebe als Junge ein Aquarium, nach und nach konnte er sich immer mehr für die Aquaristik begeistern. Die Zahl der Becken nahm zu und das Interesse verlagerte sich seit 1970 auf Buntbarsche, die Grebe züchtet und verkauf. Außerdem züchtet er auch Börsen für andere Züchter. Er sei vom „Malawi-Fieber“ infiziert, berichtet Grebe und schwärmt von den farbenprächtigen Buntbarschen, die ursprünglich im Malawi-See in Afrika beheimatet sind. Auch im Tanganjika- und Viktoria-See findet man diese interessanten Fische. „Buntbarsche sind Maulbrüter, sie ziehen ihre Jungen im Maul groß. Etwa 40 Jungfische hat dann das 17 Zentimetern große Elterntier in seinem Maul, das ist schon recht beachtlich“, erklärt Grebe.

In Rennerde 25 werden die Becken fast das komplette Erdgeschoß ausfüllen, durch diese „Fischhalle“ führt dann der Weg hinauf in die eigentliche Wohnung. Viel Arbeit muss noch investiert werden, alte Balken wurden bereitsentfernt, der Dielenboden durch Beton ersetzt.

Zu Hause werden bereits die Fische „vorsortiert“, um die ersten leeren Becken möglichst bald nach Rennerde transportieren zu können. Bis zu eineinhalb Tonnen wiegt das größte Becken inklusive Wasser, Kies, Pflanzen und Fischen. Leer bringt es noch stattliche 300 Kilogramm auf die Waage. Maßarbeit ist dann gefragt, wenn das 65 Zentimeter breite Becken durch den nur 68 Zentimeter breiten Türrahmen bugsiert werden muss. Der gelernte Möbeltischler hat viel selbst gebaut für sein Hobby, so benutzt er Luftfilter und LED-Leuchten für seine Aquarien, um die Stromkosten zu senken. In Rennerde wird er Fische zum Verkauf anbieten, auch das nötige Zubehör wie Pumpen und Beleuchtung kann man dort demnächst erstehen.

Man hofft darauf, dass das kleine „Sea-Life“ zur Attraktion im Örtchen wird. Besucher anlocken werden sich auch die Teiche, die im Garten entstehen sollen, ebenso wie das Ziergeflügel, um das sich dann Gisela Gundermann kümmern wird. ▪ sis

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