Erster Corona-Fall  in Nachrodt

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Im Amtshaus hat  man mit dem Corana-Fall nur am Rande zu tun. Die  Suche nach den Kontaktpersonen läuft  über das Kreisgesundheitsamt. 

Nachrodt-Wiblingwerde – 13 Wochen nach Beginn der Pandemie hat auch Nachrodt-Wiblingwerde den ersten Corona-Infizierten. Der Virus wurde nachgewiesen. „Es wurde eine Ordnungsverfügung mit den Auflagen der Quarantäne erlassen, die unser Ordnungsamt überbracht hat“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. 

Jetzt werden alle Kontaktpersonen ermittelt. Um „den Fall“ kümmert sich das Gesundheitsamt des Kreises, die Gemeinde ist dabei außen vor.

 Überrascht ist Birgit Tupat nicht, dass gerade jetzt – wo die Anzahl der Infizierten im Kreis zurückgeht und allerorts Lockerungen der Corona-Schutzverordnung für Erleichterung sorgen, ein erster Infizierter in der Gemeinde gemeldet wird. „Wir wissen ja gar nicht, ob es nicht doch schon zuvor Infizierte gab. Es wird ja nicht jeder getestet, der mit Husten zu Hause sitzt. Es ist davon auszugehen, dass es auch einige Bürger gibt, die inzwischen immun sind, weil sie die Krankheit schon durchgemacht haben und es gar nicht wussten. Und wir wissen auch, dass die Testergebnisse manchmal ungenau sind. Ich habe einen Bericht gesehen, bei dem ein Arzt zweimal negativ getestet wurde und dann beim dritten Test immun war“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

 Wie es dem Nachrodt-Wiblingwerder Patienten geht, ist nicht öffentlich bekannt. Bei positiv Getesteten mit leichtem Krankheitsverkauf wird die Quarantäne nach 14 Tagen aufgehoben. Personen mit einem direkten Kontakt zu dem bestätigten Fall von Covid-19, werden ebenfalls 14 Tage in Quarantäne geschickt. Ein Abstrich bei ihnen wird nur vorgenommen, wenn Symptome vorliegen und der Arzt sie an den Kreis überweist.

 Fakt ist: Aufgrund des ersten Corona-Falls wird sich in der Doppelgemeinde nichts ändern. Eine Verschärfung der Verordnung ist nicht vorgesehen. Wohl aber ist das Ordnungsamt weiterhin unterwegs, um die Bestimmungen zu kontrollieren. Zwei Teams waren auch am Feiertag an den „Hotspots“ und auch auf den Wanderwegen und in Gaststätten unterwegs, um mögliche Vatertags-Touren ausfindig zu machen. 

Denn immer noch gilt: Mehrere Personen dürfen im öffentlichen Raum nur zusammentreffen, wenn es sich um Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten oder Lebenspartner handelt – und das ist bei den traditionellen Bollerwagen-Feiern eher selten der Fall. „Wir waren an allen Stellen, wo man sich gewöhnlich trifft – und ich kann sagen: Es war alles in Ordnung“, sagt Mark Wille, stellvertretender Ordnungsamtsleiter. 

Wenn es sich ergeben würde, komme man auch mit den Leuten gern ins Gespräch. „Oftmals gibt es Zuspruch für uns von den Bürgern. Es sei gut, dass jemand drauf achtet, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Das hören wir oft“, sagt Mark Wille. „Grundsätzlich gibt es hier eigentlich keinen Stress. Vielleicht liegt es an der anderen Lebenseinstellung aufgrund der anderen Lebensweise“ , vermutet Mark Wille. Corona-Demos wie in Dortmund oder Köln gibt es in der Doppelgemeinde nicht im Ansatz.

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