Geschäftsleute befürchten Einbußen durch Baustelle

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Zwischen der Rastatt (Foto) und der Metzgerei Böhland erhält die B 236 ab Montag eine neue Fahrbahndecke und wird deshalb für knapp zwei Wochen komplett gesperrt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Regionalniederlassung Südwestfalen des NRW-Landesbetriebes Straßenbau lässt ab Montag, 25. Juli, die Bundesstraße 236 in Nachrodt erneuern. Auf einer Länge von etwa 500 Metern – zwischen der „Rastatt“ und der Metzgerei Böhland – mit einem Aufwand von gut 200 000 Euro bituminöse Fahrbahndecke abgefräst und neu aufgetragen.

Hierzu wird die Firma Jungjohann (Iserlohn) den vorhandene Oberbau 20 Zentimeter tief abfräsen. In Teilbereichen muss er sogar bis zu 30 Zentimeter tief aufgenommen und das Planum anschließend verdichtet werden. Schließlich wird eine neue Asphaltschicht aufgetragen. Die Schutzplanken zwischen Fahrbahn und Gehweg bleiben in Höhe und Lage bestehen. Die bituminöse Befestigung des Gehweges wird ebenfalls beseitigt und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Auch der derzeit gesperrte Gehweg vor der St. Josef-Kirche wird erneuert. Die unbefestigte Bankette am Fahrbahnrand wird geschält und anschließend mit Vorsiebmaterial wieder hergestellt.

Wegen der regionalen Verkehrsbedeutung der B 236 sei die Sperrung auf den Zeitraum vom 25. Juli bis 5. August beschränkt, erklärte Michael Overmeyer vom Landesbetrieb Straßenbau. Damit könne das in Altena am vom 5. bis 7. August anstehende Mittelalterfest ohne Probleme verlaufen. Die Arbeiten sollen nach Angaben von Projektleiter Gürsel Sivel täglich – außer sonntags – zwischen 6 und 22 Uhr durchgeführt werden.

„Die Arbeiten auf der B 236 können aufgrund des schmalen Querschnittes nur unter Vollsperrung ausgeführt werden“, erläuterte Overmeyer weiter. Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht sollen über Obergrüne/Ihmert/Evingsen umgeleitet werden. Leichtere Fahrzeuge, insbesondere normale PKW, können die Baustelle über die Ehrenmalstraße umfahren. Dort gilt übrigens ein halbseitiges Halteverbot. Auch die Parkboxen dort dürfen während der zwölftägigen Bauphase nicht genutzt werden, damit es hier wegen des erwarteten höheren Verkehrsaufkommens nicht zu Behinderungen kommt.

Von den Bauarbeiten betroffen ist auch der Busverkehr der MVG. Während der Vollsperrung der Bundesstraße kann die Linie 37 die Haltestellen Obstfeld und Renfordt nicht anfahren. Das gilt auch für die Linie 49, die zudem die Haltestelle an der Nachrodter Grundschule nicht erreichen kann. Es gelten folgende Umleitungshinweise: Die Linie 37 fährt nach dem Stopp an der Haltestelle Einsal links über die Ehrenmalstraße bis zur Nachrodter Sparkasse. Auf diesem Weg wird auch die Haltestelle an der Grundschule angefahren. Die MVG-Linie 49 wird ab Wiblingwerde mit einem Kleinbus gefahren, damit das Abbiegen in die Ehrenmalstraße möglich ist. Die Rückfahrten erfolgen umgekehrt. Die Linie S1 (Iserlohn-Lüdenscheid) wird während der Dauer der Straßensperrung eingestellt.

Die Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs bittet alle, die von der Sperrung der B 236 betroffen sind, um besonderes Verständnis für die entstehenden Behinderungen. Sorgen bereitet die bevorstehende Vollsperrung der Bundesstraße vor allem den Einzelhändlern und Gastronomen. Die befürchten, dass Kunden und Gäste ausbleiben könnten. Birgit Tupat vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Gemeinde versucht, diese Bedenken zu zerstreuen: „Alle Einzelhändler im Bereich der Altenaer Straße können aus Richtung Altena oder über die Ehrenmalstraße angefahren werden“, versicherte sie am Mittwoch. Trotzdem treffen einige Geschäftsleute Vorkehrungen. Ralf-Peter Meier beispielsweise öffnet seine Aral-Tankstelle während der Bauphase werktags nur von 7 bis 10 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 15 Uhr. Seine Angestellten schickt er in den Urlaub, die Stellung hält der Inhaber selbst. Der Edeka-Markt soll zwar problemlos erreichbar sein, Inhaber Hans-Peter Clever will aber dennoch Transparente aufhängen, die auf die Erreichbarkeit seines Geschäfts hinweisen. Eine Vollsperrung ist ihm übrigens allemal lieber als eine halbseitige Sperrung mit Ampelbetrieb: „Das würde für uns Einbußen von 60 Prozent bedeuten. Wir haben das ja alles schon einmal mitgemacht“, spricht er aus Erfahrung. Die Gaststätte Zur Rastatt bleibt am 27. und 28. Juli geschlossen, ist ansonsten aber ganztägig geöffnet und erreichbar.

Betroffen ist auch das Jugendzentrum Nachrodter Kurve, das ab Montag seine Ferienaktionen durchführt. Die Tagesfahrten zu den Karl-May-Festspielen in Elspe (26. Juli) und zum Ketteler Hof in Haltern (28. Juli) beginnen deshalb am Kreisverkehr in der Kirchstraße. ▪ vg

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