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Gerne anders und ungewöhnlich: Café Klunterbunt feiert Zehnjähriges

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Für Norbert Grebe und Gisela Gundermann-Grebe darf es in ihrem Café gerne anders und auch ein bisschen kurios sein.
Für Norbert Grebe und Gisela Gundermann-Grebe darf es in ihrem Café gerne anders und auch ein bisschen kurios sein. © Machelett, Lydia

Nein, normal ist dieses Café mit Sicherheit nicht. Wer ins Café Klunterbunt kommt, der lässt sich auf ein Erlebnis ein – und das nicht nur kulinarisch.

Seit zehn Jahren gibt es dieses Kleinod geselliger Gemütlichkeit in Rennerde inzwischen. Und genau das wurde am Samstag gefeiert. „Norbert! Komm jetzt, die Kartoffeln müssen in die Pfanne.“ Café-Chefin Gisela Gundermann-Grebe ist in Eile. In ein paar Minuten werden die ersten Gäste erwartet. Sie und ihr Mann Norbert sind ein eingespieltes Team. Das sich neckt – und ganz offensichtlich auch liebt. Besonders in der Küche. Da arbeiten sie Hand in Hand. Denn, wer in dem Café eine riesige Küche erwartet, der irrt.

Winzig klein ist die. Vier Herdplatten, ein Ofen, eine Spüle und ein knapper Meter Arbeitsplatte. Kleiner als in den meisten Wohnungen. „Wenn ich hier stehe, darf hier kein anderer hin. Sonst werde ich wahnsinnig. Alles muss seine Ordnung haben und organisiert sein“, erzählt Gisela Gundermann-Grebe zwischen dem Verzieren der Torten und dem Braten der Haxen. Die Küche ist ihr Reich. Hier hat sie das Sagen. Ihr Mann kümmert sich um die Angelegenheiten draußen. Bis kurz vor knapp hat er noch am Salatbüfett gezimmert. „Ich habe es für die verschiedenen Schüsseln mit Salat maßgefertigt“, berichtet Norbert. Fast alles im und ums Café trägt seine Handwerkerhandschrift. Jeden Tag werkelt, verschönert und entwickelt er neue Dinge.

Weihnachtsmarkt im August ist legendär

Auch nach zehn Jahren fällt ihm immer wieder etwas Neues ein. „Manchmal macht Norbert mich ganz irre mit seinen ganzen Ideen“, berichtet seine Frau lachend. Denn nicht nur was Interieur betrifft, ist der Gastronom erfinderisch. „Mir fällt immer etwas ein, was wir mal anbieten könnten.“ Schon legendär ist beispielsweise der Weihnachtsmarkt im August, mit dem das Café auch überregional Bekanntheit erlangte. Für die beiden darf es gerne anders, ein bisschen kurios oder ungewöhnlich sein.

Mit vielen Gästen feierten Gisela Gundermann-Grebe und Norbert Grebe (rechts) am Wochenende den ersten runden Geburtstag ihres Cafés Klunterbunt in Rennerde.
Mit vielen Gästen feierten Gisela Gundermann-Grebe und Norbert Grebe (rechts) am Wochenende den ersten runden Geburtstag ihres Cafés Klunterbunt in Rennerde. © Machelett, Lydia

Es ist ganz klar, den Charme des Cafés machen die Gastgeber aus. Mit viel Herz bewirten sie ihre Gäste in einer Wohnzimmer-Atmosphäre vor dem Kamin. Und das kommt an. „Am Anfang sind wir ja wirklich nur mit Kaffee und Kuchen gestartet. Jetzt sind es auch immer mehr warme Speisen, die wir anbieten. Beispielsweise für Feiern“, erzählt Norbert Grebe. Es gibt natürlich auch eine feste Stammkundschaft. Mit der pflegen die beiden inzwischen richtige Freundschaften. „Es macht einfach immer Spaß – auch nach zehn Jahren bin ich wirklich immer mit Freude dabei“, erzählt die Gastgeberin. Für sie darf es gerne auch mal etwas wuseliger sein, so wie an diesem Wochenende.

Es wird gelacht, gescherzt und geröstet

Wie die Chefin es hinbekommt, zwischen Kochen, Backen und Servieren auch noch mit den Gästen zu klönen, ist Außenstehenden ein Rätsel. Aber es funktioniert. Immer wieder nehmen sich die Gastgeber Zeit, setzen sich zu den Gästen und reden. Es wird gelacht und gescherzt, aber durchaus auch mal getröstet oder einfach nur Beistand in einer schweren Lebensphase geleistet. Der persönliche Kontakt ist den beiden wichtig.

So ist es wenig verwunderlich, dass immer mehr Gäste kommen, um den ersten runden Geburtstag des Cafés zu feiern. Bei Haxe, Salat, Bratkartoffeln, Nudeln mit Krabben und Waffeln vom offenen Feuer wird geschlemmt und geklönt.

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