38 Gramm Marihuana - und niemand will der Besitzer sein

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Um eine Tüte mit Marihuana geht's vor Gericht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Eine Tüte mit Drogen hat eine Frau aus Nachrodt der Polizei übergeben. Drei Besitzer kommen in Frage, niemand will es sein. Nun stehen alle Drei vor Gericht.

Niemand will der Besitzer der Tüte mit rund 38 Gramm Marihuana sein, die Polizeibeamten am 13. Mai 2018 vor einer Wohnung in Nachrodt übergeben wurde. Zum Auftakt des Prozesses gegen drei Personen, die die Beamten in der Wohnung angetroffen hatten, schwiegen die 18-, 20- und 28-jährigen Angeklagten im Amtsgericht Altena. 

Offenbar hatte die Mutter des 18-Jährigen genug von dem Treiben gehabt und den Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Als diese an der Wohnung eintraf, überreichte die Nachrodterin den Beamten zur Begrüßung das Marihuana. 

Mutter ruft Polizei und verweigert nun Aussage

Doch kurz vor dem Prozess hatte es sich die Mutter offenbar anders überlegt: Sie machte von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Alles, was sie den Beamten in jenen frühen Morgenstunden des 13. Mai 2018 erzählt hatte, darf deshalb gerichtlich nicht verwertet werden. 

Anders verhält es sich mit den Beobachtungen der Polizeibeamten, die als Zeugen aussagten und der Aussage eines 20-jährigen Zeugen, den die Polizei zusammen mit den Angeklagten in der Wohnung angetroffen hatte. Er hatte überzeugend darlegen können, dass er mit den gefundenen Betäubungsmitteln nichts zu tun hatte. 

Zeugen mit Cannabis-Samen erwischt

Seine Aussage trug allerdings nichts zur Beantwortung der Frage bei, wem die 38 Gramm Marihuana denn nun gehörten. Doch auch dem 20-Jährigen sind Drogen nicht ganz fremd: Die Beamten stellten bei ihm acht Cannabis-Samen sicher. 

Die Verhandlung wurde vertagt. Zur Fortsetzung sollen weitere Polizisten geladen werden, um die Besitzverhältnisse des Marihuanas zu klären.

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