Investoren stehen in den Startlöchern: 2,5 Millionen am Standort investieren

Gemeindeverwaltung wartet aufs Gutachten 

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Für den Fall, dass die Rastatt abgerissen werden sollte, stehen Investoren bereit, die sich einen Neubau mit Gastronomie und Saal vorstellen.

Nachrodt-Wiblingwerde - So wirklich amüsiert ist Bürgermeisterin Birgit Tupat nicht: Noch immer wartet die Gemeindeverwaltung auf das Gutachten der Architekten MTT Trimpop Trompetter aus Lüdenscheid, die den Sanierungsbedarf sowohl für das Amtshaus als auch für die Rastatt einschätzen wollen.

„Wir werden ständig vertröstet“, so die Bürgermeisterin. Dabei steht einiges auf dem Spiel. Und in den Startlöchern stehen Investoren, die darauf warten, dass die Rastatt abgerissen wird. Nach Einschätzung eines Schimmel-Experten kann die Rastatt durchaus saniert werden.

Erhebliche Bauschäden

Allerdings sieht auch er offenbar die Notwendigkeit einer Dacherneuerung. Die Verwaltung hat einen Fragenkatalog an den Schimmel-Experten geschickt, da einige Dinge unklar waren. Die Vorschläge der alternativen Sanierung seien an mancher Stelle nicht einleuchtend gewesen. 

Und Gutachter Holger Selve vom Ingenieurbüro IHS aus Altena hatte ohnehin schonungslos von erheblichen Bauschäden gesprochen und allen Beteiligten einen Millionen-Euro-Aufwand für eine Sanierung in Aussicht gestellt. 

Interesse an komplettem Neubau

Nun könnte die Einschätzung von MTT Lüdenscheid alles entscheidend sein. „Wir wollen uns nicht nachsagen lassen, dass es andere Möglichkeiten oder kostengünstigere gibt, die wir nicht bedacht haben“, erklärt Bürgermeisterin Birgit Tupat die Verpflichtung eines weiteren Experten. 

Unterdessen hat sich eine Investorengruppe gemeldet, die ihr Interesse an einem kompletten Neubau verkündet hat. Wenn die Rastatt abgerissen werde, könne man sich dort einen Komplex mit Gastronomie und Saal vorstellen. 

Ratsmitglieder informiert 

Zudem sollen Arztpraxen „oben“ einziehen. Die Ratsmitglieder sind über die Gedankenspiele informiert. Nach AK-Informationen wollen die Investoren – drei an der Zahl – in einer nichtöffentlichen Sitzung des Rates über ihre Pläne berichten. 2,5 Millionen wollen sie angeblich investieren. 

Die Gemeinde soll das Gelände „plan“ übergeben. Ob sie das tut? Und wenn, rechnet sich das Vorhaben für die Investoren? MTT Lüdenscheid waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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