Gemeindeversammlung in St. Josef über Aufgaben und Möglichkeiten

Konzertierte Bestandsaufnahme

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In Zeiten knapper Kirchenkassen kommt der ehrenamtlichen Arbeit eine immer größere Bedeutung zu. Die Versammlung diente der Bestandsaufnahme, wie es in der Pfarrei läuft.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wie steht es um Gegenwart und Zukunft der Gemeindeaktivitäten der Pfarrei St. Matthäus unter besonderer Berücksichtigung der Teilgemeinde, die sich in der Kirche St. Josef in Nachrodt versammelt?

 Diese Frage stand im Zentrum einer Versammlung, zu der sich am Dienstagabend zwölf Frauen und vier Männer einschließlich Pfarrer Ulrich Schmalenbach im Pfarrheim trafen. Pfarrgemeinderatsmitglied Kathrin Richter schickte drei Hüte mit Symbolwert in den Ring, um die verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten zu klassifizieren:

Eine Krone stand für all jene Aktivitäten, die gut laufen, ausbaufähig sind und deshalb weitergeführt werden sollten. Unter der Krone wurden mit Abstand die meisten Aktivitäten eingeordnet. Ein Cowboyhut stand für jene zuverlässig laufenden Dinge, bei denen es keinen Grund gibt, sie in Frage zu stellen. Auch unter dieser Kategorie wurden einige Aktivitäten einsortiert. Leer blieb die Fläche vor dem Zylinder, die für möglicherweise verzichtbare Dinge vorgesehen war: „Es gibt nichts, wovon wir uns derzeit trennen müssen“, freute sich Kathrin Richter. „Wir können ein Stück weit stolz darauf sein, dass wir alles am Laufen halten.“

In Zeiten knapper Kirchenkassen kommt der ehrenamtlichen Arbeit eine immer größere Bedeutung zu. Die Versammlung diene der Bestandsaufnahme, wie es in der Pfarrei laufe und welche Angebote die aktiven Gemeindeglieder für ihre Mitschwestern und -brüder leisten, erklärte Kathrin Richter. Mit der Zusammenlegung der drei Pfarrgemeinderäte sei die Zahl der Mitglieder des nur noch einen Rats erheblich gesunken, was die Koordination der verschiedenen Aktivitäten erschwere. Gab es früher drei Pfarrgemeinderäte mit zusammen 24 gewählten Mitgliedern, sind es derzeit nur noch zehn im Gesamtrat. Dazu kommen die Geistlichen der Pfarrei. „Der Pfarrgemeinderat kann nicht mehr alles komplett organisieren“, benannte Kathrin Richter die Konsequenz aus jener radikalen „Verschlankung“.

Regelmäßige Konsultationen wie jene am Dienstagabend sollen dem Gedankenaustausch über die verschiedenen Angebote und Aktivitäten dienen. Das leitende Motto der Beratung lautete: „Überlegen wir, was wir tun wollen, nicht, was wir nicht tun wollen!“ Und so ging es in einer konzentrierten Bestandsaufnahme um Fahrdienste, Familienaktionstage, die Messdienerarbeit, Seniorentage, die Mitwirkung des Kindergartens, das Frauenfrühstück und um Besuchsdienste bei Kranken, aber auch nach Geburten sowie bei Ehejubiläen und runden Geburtstagen.

Zuweilen gab es - verständlicherweise - auch die Ansage, dass verschiedene Gruppierungen bestimmte Angebote nicht mehr allein stemmen können. Manche Dinge müssen offenbar auf mehr Schultern verteilt werden. Aber im Allgemeinen herrschte die Freude vor, „dass wir eine lebendige Gemeinde bleiben“.

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