Kehrtwende bei der Straßenbeleuchtung

+
Das ehemalige Seniorenheim des Perthes-Werkes wird bis Ende November abgerissen. ▪

NACHRODT ▪ Eine deutliche Kehrtwende vollzog der Gemeinderat am Montag bezüglich der neuen Straßenbeleuchtung für die Doppelgemeinde. Jetzt soll doch wieder die Kooperation mit Altena gesucht werden. „Die haben ihr Angebot allerdings schon verschickt“, erklärte Dirk Röding vom Bereich Bauen und Planen.

Peter Herbel (CDU) brachte die Diskussion ins Rollen (das AK berichtete). Susanne Jakoby (SPD) betonte, dass die SPD-Fraktion schon immer für eine Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt plädiert hätte. „Wenn wir noch drauf können auf den Zug, dann hinterher“, so die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Nur Norbert Hammerschmidt (UWG) sprach sich weiter für den eigenen Weg aus, doch die Mehrheit im Rat ließ sich nicht mehr umstimmen.

Ein weiteres Thema der Ratssitzung in Wiblingwerde waren die Einsparungsmöglichkeiten bei Spielplätzen. Schon im Vorfeld hatte Bürgermeisterin Birgit Tupat in diesem Bereich nicht viel Potenzial gesehen – außer über Patenschaften durch ehrenamtliche Helfer. „Das haben wir versicherungstechnisch schon geklärt“, hofft Tupat jetzt auf Freiwillige aus der Gemeinde.

Auch zum Thema Gartenhallenbad gab es noch eine konkrete Anfrage der SPD: „Was kostet uns eine mögliche Schließung?“ Eine Abtrennung vom Versorgungsnetz durch die Stadtwerke würde etwa 2000 Euro kosten, erklärte die Bürgermeisterin. Über einen direkten Abriss würde nicht nachgedacht, ergänzte sie. Zunächst sollten zumindest für ein halbes Jahr nach anderen Vermarktungsmöglichkeiten gesucht werden. Wortmeldungen aus SPD- und CDU-Fraktion warnten vor einer möglichen Bauruine.

Ein Kinder- und Jugendparlament wird es in der Doppelgemeinde vorerst nicht geben. „Wir planen eine Zukunftswerkstatt mit Unterstützung einer Steuerungsgruppe“, so Tupat. In dieser Gruppe sollen Vertreter aus Verwaltung, Schulen und Vereinen im Dezember erstmals zusammenkommen.

Desweiteren verkündete die Bürgermeisterin den Abriss des ehemaligen Seniorenheims an der Bachstraße. Das Perthes-Werk habe diesen bis Ende November in Auftrag gegeben. ▪ David Schröder

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare