Gemeindehaus: Vermarktung läuft

Pfarrer Wolfgang Kube.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mit den Finanzen der evangelischen Gemeinde Nachrodt-Obstfeld steht es nicht zum Besten. Seit gut vier Jahren befindet sich die Kirchengemeinde - ähnlich wie die Kommunalgemeinde in der Haushaltssicherung.

Eine der Vorgaben im Zuge der Haushaltssicherung ist eben ein Immobilienkonzept. Da steht das Gemeindehaus an der Schillerstraße zur Debatte. Anfängliche Versuche, das Haus zu vermarkten, waren nicht von Erfolg gekrönt. Inzwischen wurde ein Wertgutachten erstellt: Der Verkehrswert des Gemeindehauses liegt demnach bei 250 000 Euro. Mit der Vermarktung sei inzwischen eine Firma aus dem Hagener Raum beauftragt worden, sagte Pfarrer Wolfgang Kube im Gespräch. Als weitere Möglichkeit wäre natürlich noch eine Vermietung oder Verpachtung möglich. Sollte das Gemeindehaus unter die Leute gebracht werden, müssen sich jede Menge Gruppen nach neuen Räumlichkeiten umschauen. Da blieben das groß dimensionierte Pfarrhaus und das Familienzentrum als Option, sagte Kube. Ohnehin sei angesichts der demographischen Entwicklung angedacht, sich kleiner zu setzen. Laut kirchlichem Haushaltssicherungskonzept müssten auch definitive Entscheidungen in diesem Jahr getroffen werden.

Da sei im übrigen auch noch der Friedhof, den die evangelischen Kirchengemeinde unterhalte, sagte Kube. Auch hier gelte es eine Lösung zu finden. In diesem Zusammenhang sagte Kube, dass schließlich auch der Unterhalt eines Friedhofs genauso zu den Pflichtaufgaben einer Kommunalgemeinde, wie der Betrieb eines Kindertageseinrichtung.

Für die Kirchen werde die finanzielle Situation immer schlechter. Schon jetzt sei klar, dass man sich bei den Planungen auf erheblich weniger Steuereinnahmen einstellen müsse, betonte Kube. ▪ Peter von der Beck

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