Nachrodt-Wiblingwerde im Jahr 2030?

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Bürgermeisterin Birgit Tupat (Mitte) stellte die Wichtigkeit eines Gemeindeentwicklungsplanes vor.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Wie soll Nachrodt-Wiblingwerde 2030 aussehen? Was sind die Wünsche und Ziele? Ein Gemeindeentwicklungskonzept soll den Blick in die Zukunft wagen. Der Hauptgrund: Ohne ein entsprechendes Konzept kommt die Gemeinde nicht an Fördermittel heran.

 „Ich habe bisher zwei Gespräche mit Planungs- und Marketingbüros geführt“, berichtete Bürgermeisterin Birgit Tupat während der Sitzung des Rates im Schlosshotel Holzrichter. Und sie schaut optimistisch in die Zukunft: Für den oberen als auch für den unteren Gemeindebezirk sollen Visionen entwickelt werden – zusammen mit der Bevölkerung, mit der Industrie. Dazu soll es Gesprächs- und Diskussionsabende in Nachrodt als auch in Wiblingwerde geben. „Was stellen wir uns vor?“, so Birgit Tupat. Unter anderem könnten dann auch der Leerstand Nachrodter Feld, der Leerstand im Bereich der Baugenossenschaft oder Spielplätze überplant werden. Auch soziale Projekte sollen in den Blick gerückt werden.

 „Ganz so eine heile Welt haben wir hier ja auch nicht“, sagt Susanne Jakoby, Fraktionsvorsitzende der SPD. Sie findet die Strategie gut. „Es ist gut, dass es jetzt kommt.“ Auch die CDU unterstützt das Vorhaben, für sie allerdings eher nach dem Motto „besser spät als nie“. „Ich finde es gut, dass der Plan für die gesamte Gemeinde auf den Weg gebracht wird. Wir hatten das allerdings schon vor 15 Jahren gefordert. Das war die Zeit, als wir unser gesamtes Tafelsilber verkauft hatten und wissen wollten, wie es weitergeht“, so der Christdemokrat Michael Schlieck.

Übrigens: Einen – alten – Ortsentwicklungsplan für Wiblingwerde gibt es bereits. Vor 13 Jahren entwickelt, landete er allerdings augenscheinlich im „Nirwana“. Jetzt soll alles anders werden. „Machen wir das Gemeindeentwicklungskonzept nicht, werden wir den Fördermöglichkeiten ewig hinterher rennen und nicht drankommen. Und das wäre sträflicher Leichtsinn“, so Birgit Tupat. Im Blick dabei auch: das Amtshaus.

Immer noch wartet die Gemeindeverwaltung auf die Aussage des zweiten Gutachters, der das Amtshaus und die Rastatt unter die Lupe genommen hat. Sind die Schäden wirklich so groß? „Wir wurden auf Donnerstag vertröstet“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat, wenig zufrieden, dass sich die Ungewissheit von Woche zu Woche zieht. Nichtsdestotrotz gibt es noch in diesen Tagen einen Termin beim Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) in Münster, da das Amtshaus unter Denkmalschutz steht und das weitere Vorgehen so oder so mit dem LWL abgesprochen werden muss.

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