Herbert Grote ist verstorben

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Herbert Grote ist 93 Jahre alt geworden.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Herbert Grote ist tot. Der ehemalige Gemeindedirektor starb am Montag im Alter von 93 Jahren im Kreis seiner Familie. Vor wenigen Tagen hatte er einen Schlaganfall erlitten. Mit Herbert Grote verliert die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde einen Mann, der für sein offenes Herz, seine besondere Ausstrahlung und auch für seinen Enthusiasmus bekannt und beliebt war.

Herbert Grote trat am 2. Januar 1947 nach kaufmännischer Ausbildung und Kriegsgefangenschaft seinen Dienst bei der Gemeinde an. Am 3. Dezember 1974 wurde er erstmals zum Gemeindedirektor gewählt. Bis zu seiner Pensionierung am 31. Juli 1989 war der parteilose Verwaltungschef maßgeblich unter anderem an den Entscheidungen zum Bau der Lennehalle, der Dorfsanierung in Wiblingwerde und dem Bau des Bürgerhauses beteiligt. 1977 war Herbert Grote der Initiator zur Gründung des Heimat-und Verkehrsvereins, nach seiner Pensionierung engagierte er sich noch bis 1999 ehrenamtlich in der Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde.

Aber das sind nur Daten, Zahlen und Fakten. Herbert Grote hat mit großer Liebe seinen Beruf ausgeübt, – und wenn es ihm möglich gewesen wäre, wäre er noch mit 85 Gemeindedirektor gewesen. Mit den Mitstreitern und Strategen von früher sprach er nur zu gern über alte Zeiten, wohl aber auch immer interessiert am Hier und Jetzt.

Herbert Grote hinterlässt eine große Familie, – zwei Söhne, eine Tochter, fünf Enkelkinder, fünf Urenkel. Ihnen gilt das Mitgefühl der Bürger der Gemeinde, die dem Gemeindedirektor a. D. ihre Hochachtung zollen. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes (6. November 1989) und Träger des Ehrenringes der Gemeinde (9. August 1989). Er liebte die Musik und besonders das deutsche Liedgut. Als die Mitglieder des MGV Frohsinn und des MGV Wiblingwerde ihn zu seinem 93. Geburtstag im Garten in Veserde mit herrlichen Beiträgen erfreuten, hielt der Jubilar eine kleine Ansprache und meinte: „Das deutsche Liedgut wird Gott sei Dank von den Chören der Gemeinde verbreitet. Und ich bitte darum, dass das auch eine Weile so bleiben wird.“

Die Chöre lagen dem ehemaligen Gemeindedirektor, immer besonders am Herzen – ebenso wie die Feuerwehr. Herbert Grote liebte es, zu gestalten, mitzuwirken, die Fäden in der Hand zu halten. Das gelang ihm oft – und immer zum Wohle der Gemeinde. Herbert Grote knüpfte Kontakte und hielt sie – über viele, viele Jahre. Traurig stimmte ihn in den letzten Jahren, dass langjährige Weggefährten verstarben. Und er musste auch privat einen schweren Verlust verkraften. Nach 64 Ehejahren verstarb seine Frau Erna.

Die Trauerfeier für Herbert Grote mit anschließender Beisetzung ist am Donnerstag um 14 Uhr in der Wiblingwerder Kirche.

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