Gemeinde spart viel Geld mit Schäfchen

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Schafe im Einsatz für die Gemeinde. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Beim Diskutieren über Einsparmöglichkeiten hatte schließlich Baubetriebshofmitarbeiter Marc Trappe die zündenden Idee: Statt für erforderliche Mäh- und Pflegearbeiten einen Gartenbaubetrieb zu beauftragen, könnte man es doch mit Schafen probieren.

Man fand die Idee gut und Mitarbeiter René Voigt recherchierte und organisierte das ganze. Jetzt kommen die Vierbeiner zum Einsatz. Dabei geht es um den massiven Bewuchs in den Regenrückhaltebecken in der Siedlung Holensiepen und im Neubaugebiet Niggenhuser Hof. Auch die verwilderten und noch nicht bebauten Grundstücke im Besitz der Gemeinde sollen mit Hilfe der Schafe gepflegt werden.

Den Auftrag bekommen hat schließlich die Schäferei Golz und Büttner aus Letmathe. Und deshalb kommt in diesen Tagen ein Trupp Schafe zum Einsatz - für ein Drittel der üblichen Kosten.

Nach Auskunft durch Voigt werden zehn Tieren zum Arbeitsort transportiert - und dann soll es gut vier oder fünf Tage dauern, bis alles schön abgefressen ist. Zweimal jährlich sollen die Tiere in Aktion treten. Dass es auch kein Geblöke gibt und die lieben Tierchen nicht die Anwohner stören - diese Sorge kann Voigt den Nachbarn nehmen. Der Schäfer habe glaubhaft versichert, dass sich die Tiere ruhig verhalten würden. Geblöke gebe es nur, wenn die Tiere Nachwuchs hätten, dann würden die Mutterschafe immer ihre Kleinen rufen. Und aktuell hätten die Tiere eben keinen Nachwuchs.

Die Aktion bleibt ein Test und wenn alles funktioniere, werde man die Schafe verstärkt einsetzen, sagte Voigt. ▪ Peter von der Beck

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