Gartenhallenbad: Zukunft ist weiter ungewiss

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Gehen im Gartenhallenbad bald für immer die Lichter aus?

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Jetzt liegt der schwarze Peter wieder bei uns“ kommentierte Helga Baumann vom Förderverein des Gartenhallenbades den Beschluss des Rates, eine mögliche neue Betreibergesellschaft für das Bad zunächst nur zwei Jahre lang zu unterstützen.

Mehrheitlich entschied sich der Gemeinderat am Montagabend dafür, einen neuen Betreiber für das Gartenhallenbad, dessen Betrieb die Gemeinde am 31. März aufgeben will, zwar finanziell zu unterstützen. So, wie sich die Akteure aus dem Förderverein die Unterstützung vorgestellt haben, wird sie aber nicht ausfallen. Obwohl der Fördervereinsvorsitzende Hans Wehr noch auf die erforderliche Planungssicherheit hingewiesen hatte, folgte der Rat dem Vorschlag der Verwaltung, einen neuen Betreiber nur bis zum 31. März 2015 mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro unter die Arme zu greifen, der aber für 2013 und 2015 auch nur anteilig gewährt werden soll.

Die Arbeitsgruppe, die ein Konzept für die Weiterführung des Bades erarbeitet hat, hatte nicht nur mit einem höheren Betrag gerechnet, sondern auch gehofft, dass die Gemeinde sich über einen längeren Zeitraum engagieren würde. Dafür warb am Montag im Rat auch noch einmal SPD-Fraktionschefin Susanne Jakoby. Sie sei sicher, die Gemeinde könne den Zuschuss auch über zehn Jahre gewähren, sagte sie und warnte davor, ein Stück Infrastruktur unwiederbringlich zu zerstören. Doch CDU und UWG ließen sich auf keine Diskussion ein und folgten dem Kurs der Verwaltung: Nur bis 2015 könne der Zuschuss gegenfinanziert werden, danach müsse man weitersehen.

Ausgeschlossen ist eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde über den 31. März 2015 hinaus also nicht, nur zusagen will sie derzeit kaum jemand. Bei Hans Wehr und seinen Mitstreitern war die Enttäuschung über die Ratsentscheidung groß. „Wir werden uns die Zahlen noch einmal genau ansehen und uns noch in dieser Woche zu einer Krisensitzung treffen“, kündigte Wehr noch am Montag an. Er hält eine kurzfristige Entscheidung darüber, wie es weitergehen soll, für unbedingt notwendig. „Immerhin müsste die neuen Betreibergesellschaft das Bad ja bereits am 1. April übernehmen“, erinnerte Wehr an den knappen Zeitplan. ▪ Volker Griese

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