Jugendliche sollen in der Doppelgemeinde mitreden

Symbolfoto

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wir wollen, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde mitbestimmen und mitgestalten“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat über die Idee einer Zukunftswerkstatt, die im neuen Jahr in die Tat umgesetzt werden soll.

Am Anfang stand der Antrag des 17-jährigen Nachrodters Aykut Aggül, in der Doppelgemeinde ein Jugendparlament einzurichten. Den hatte der Rat in diesem Sommer zwar grundsätzlich positiv aufgenommen, mit der Umsetzung haperte es dann aber. „Wir haben uns mit Vertretern des Kreisjugendamtes beraten und sind zu der Auffassung gelangt, dass ein Jugendparlament für unsere Gemeinde überdimensioniert wäre“, erklärte Bürgermeisterin Tupat im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Ein Beispiel, wie man junge Leute dennoch in die Entwicklungen und Entscheidungen vor Ort einbinden könnte, liefere allerdings die Gemeinde Herscheid, und daran wolle sich Nachrodt-Wiblingwerde nun orientieren. In Absprache mit mehreren Sportvereinen und dem Jugendzentrum lädt die Gemeinde deshalb nun für Mittwoch, 13. Februar, zur „Zukunftswerkstatt Na-Wib“ ein. Ab 18 Uhr sollen Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren in der Rastatt die Möglichkeit haben, sich über Fragen rund um die Gemeinde auszutauschen.

„Wir haben vorab vier Fragen gestellt, mit denen sich die jungen Leute auseinander setzen sollen“, erläuterte Birgit Tupat die Vorgehensweise. So sollen die Kinder und Jugendlichen sich Gedanken darüber machen, was ihnen in Nachrodt-Wiblingwerde gefällt und was nicht. Sie sollen Überlegungen anstellen, was sie in ihrer Gemeinde vermissen. Und sie sollen einmal gedanklich in die Rolle des Gemeindeoberhauptes schlüpfen: Was würde ich als Bürgermeisterin als erstes umsetzen, wenn genügend Geld und Personal zur Verfügung stünde?

Nach Vorstellung von Birgit Tupat sollen die Jugendlichen in der Zukunftswerkstatt zunächst an mehreren Runden Tischen über diese Fragen diskutieren und dann in den Dialog mit Vertretern der Gemeindeverwaltung treten. „Wir als Verwaltung wollen uns aber bewusst im Hintergrund halten, Politiker sollen überhaupt nicht teilnehmen“, skizziert die Bürgermeisterin die weiteren „Spielregeln“. Wenn möglich, sollen die Fragen der jungen Leute auch direkt beantwortet und ihre Ideen auf Umsetzbarkeit untersucht werden. Allerdings ist Tupat auch sicher, dass sich nicht jede Frage sofort klären lässt. Das soll die Gemeindeverwaltung dann möglichst schnell nachholen. ▪ Volker Griese

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