Gemeinde lässt Modellbau-Ausstellung und Hallentrödelmarkt ausfallen

Nach Absage wegen Coronavirus: Organisatoren der Großevents enttäuscht

Müssen im Lokschuppen bleiben: die Ausstellungsstücke der Modellbauer.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist das Aus für die Modellbau- und Eisenbahn-Ausstellung und für den großen Hallentrödelmarkt: Aufgrund der steigenden Anzahl von Corona-Fällen im Märkischen Kreis hat Bürgermeisterin Birgit Tupat beide Veranstaltungen für dieses und nächstes Wochenende abgesagt.

Zwei Nachrodter Bürger stehen noch unter häuslicher Quarantäne. Sie wurden zwar negativ getestet, „aber ein zweiter Test der beiden wird erst zum Ende der Woche erwartet“, so die Bürgermeisterin, die sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat. 

„Die Zahlen erhöhen sich, und ich bin für die Sicherheit der Bevölkerung in Nachrodt-Wiblingwerde, aber auch für die Sicherheit von Besuchern verantwortlich“, sagt Birgit Tupat mit Blick auf die drei neuen Fälle im Märkischen Kreis. Die Entscheidung ist gestern morgen gefallen, nachdem die Bürgermeisterin mit Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, Kämmerin Gabriele Balzukat und Wehrleiter Mark Wille das Thema erörtert hatte.

„Das ist keine leichtfertige Entscheidung, und es tut mir auch sehr leid für die Veranstalter, die sich seit Monaten vorbereiten.“ Tatsächlich ist Horst Schröder als Organisator der Modelleisenbahn-Ausstellung „vom Stuhl gefallen“, wie er im AK-Gespräch sagt. Etwa 50 Aussteller und Helfer hatten sich für das kommende Wochenende angesagt – unter anderem auch aus Dortmund, Witten, Hemer und Lüdenscheid.

Auch Zimmer für Übernachtungen sind längst gebucht. „Das Problem wird sein, alle wieder unter einen Hut zu bekommen“, meint Horst Schröder. Er weiß deshalb noch nicht, ob es einen neuen Termin für die Modellbau-Ausstellung geben kann und geben wird. Nachvollziehen kann er die Absage der Veranstaltung nicht: „Es gibt keine Empfehlung des Kreises.

Auch sind alle Schulen und Kindergärten geöffnet.“ Das Entsetzen ist groß. Apropos: Bürgermeisterin Birgit Tupat ist enttäuscht, dass es eben diese Empfehlung vom Kreis nicht gibt. „Da hätte man etwas anderes erwartet“, so Birgit Tupat. Tatsächlich gelte es, abzuwägen. „Aber man muss auch die Schwächeren schützen.“

Verständnis zeigt Christian Pohlmann, der für den Förderverein Gartenhallenbad den Hallentrödel organisiert. „Der Hallentrödel ist in sofern eine besondere Veranstaltung, da dort Ware durch viele Hände geht. 

Die Besucher fassen hier etwas an, gehen zum nächsten Stand, oftmals ist alles dicht gedrängt. Und deshalb hatte ich auch schon selbst mit dem Gedanken gespielt, den Trödel abzusagen“, sagt Christian Pohlmann. Die Sicherheit und menschliche Gesundheit gehe auf jeden Fall vor.

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