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Suche nach Helfern hat begonnen

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Eva Messerer (links) und Denise Alexius steigen wieder in die Wahlvorbereitungen ein. ▪
Eva Messerer (links) und Denise Alexius steigen wieder in die Wahlvorbereitungen ein. ▪ © Archiv

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Doppelgemeinde geht im Vorfeld der Kommunalwahl neue Wege. Erstmals werden die Wahlhelfer, die zur Abwicklung benötigt werden, unmittelbar über die Internetseite der Gemeinde angesprochen.

Dort steht ein Formular bereit, mit dem sich die Freiwilligen zur Mitwirkung am Wahltag anmelden können. Es werden durchaus eine Menge von ihnen gebraucht. Elf Wahllokale wird es verteilt auf das Gemeindegebiet geben, außerdem drei Briefwahlvorstände. Alle diese 14 Anlaufstellen für die Stimmzettel müssen mit je sieben Personen besetzt werden: Also müssen 98 Wahlhelfer gefunden werden.

Welche Voraussetzungen Wahlhelfer mitbringen müssen, weiß Eva Messerer vom Wahlamt der Gemeinde. Es reicht aus, wenn der oder die Freiwillige 18 Jahre alt ist. Anders als das früher einmal geregelt war, müssen die Helfer nicht mehr im Gemeindegebiet wohnen. Die Verwaltung könnte auch auf 16-Jährige zurückgreifen, doch könnten die nur bei der Auszählung der Kommunalwahl helfen. Da aber parallel auch das Europaparlament gewählt wird, werde man Wert auf Volljährigkeit legen, so Eva Messerer. Die Wahl läuft von 8 bis 18 Uhr. Die Helfer müssen aber keineswegs volle zehn Stunden „absitzen“, sondern können sich untereinander ablösen – für genug Pausen ist also gesorgt. Bei vergangenen Wahlen habe man in der Doppelgemeinde im Übrigen kaum Probleme damit gehabt, die notwendig Zahl an Helfern zusammen zu bekommen. Im Mai gebe es aber in der Regel Kommunionen oder Konfirmationen, auch könnte sich der eine oder andere zum Wahltermin Ende Mai schon im Urlaub befinden. Deswegen geht man auf Nummer sicher und begibt sich schon früh auf die Suche nach Unterstützung.

Einer der Vorteile einer kleinen Gemeinde komme mittlerweile nicht mehr voll zum Tragen, berichtet Eva Messerer. „Vor zehn Jahren hätte ich noch gesagt, dass man jeden kennt, den man einlädt.“ Das sei so aber nicht mehr der Fall. Von der – theoretisch möglichen – Verpflichtung eines Wahlhelfers hält die Mitarbeiterin der Verwaltung dagegen im Übrigen nicht besonders viel. „Das hat wenig Sinn.“ Messerer erinnert sich noch gut daran, dass bei einer Wahl vor einigen Jahren dabei mal jemand antreten sollte, der sich anschließend als Totalverweigerer herausstellte. „Der hat dann die Beine übereinander geschlagen und keinen Finger krumm gemacht.“ ▪ tk

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