Gelungene Premiere des Zauberers von Oz

Britta Podworny (l.) brilliert als böse Hexe des Westens

NACHRODT - Es ist vielleicht das beste Stück gewesen, das das Amateurtheater „Brettken am Drögen Pütt“ je aufgeführt hat. Am Samstag feierte „Der Zauberer von Oz“ in der Lennehalle eine gelungene Premiere.

Gewohnt liebevoll und voller Details präsentierte die Gruppe ihr Wintermärchen vor gut gefüllten Rängen. Gespannt verfolgten vor allem die kleinen Gäste das Geschehen auf der großen, bunten Bühne.

Ein Sturm trägt die kleine Dorothy Gayle, gespielt von Marina Moldenhauer, in das magische Land Oz. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg in die Hauptstadt, wo der große Zauberer von Oz lebt – nur er kann ihre Rückkehr nach Hause ermöglichen. Der Weg dorthin wird zu einer Reise voller Gefahren und Abenteuer, doch findet Dorothy schnell neue Freunde und Verbündete: eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, ein Mann aus Blech, der gerne ein Herz hätte, und einen furchtsamen Löwen, der unbedingt mutiger sein möchte.

Besonders der Blechmann, gespielt von Michael Krüger, konnte überzeugen. Mit viel Witz und seiner ganz eigenen Art von Ungeschick begeisterte er vor allem die Erwachsenen Zuschauer, auch wenn nicht immer ganz klar war, ob es nun eine gewollte Panne war, oder nicht. So hatte manche Szenen mit ihm wahrhaften Comedy-Charakter, so zum Beispiel, als er versucht aufzustehen. Dies gelingt nicht sofort, denn das Kostüm in Form von Blech-Blumenkästen hatte so seine Tücken. Schnell schlossen die Zuschauer den unbeweglichen Blechmann in ihr Herz.

Ebenfalls herausragend war die Leistung von Britta Podworny. Sie spielte die böse Hexe des Westens. Mit keifender Stimme, ellenlangen Fingernägeln und fiesem Gesichtsausdruck war sie besonders Furcht einflößend. Da musste sich manches Kind selbst ein wenig Mut zu sprechen: „Mensch, keine Angst, dass ist doch auch nur ein Mensch“, flüsterte die kleine Hannah im Publikum vor sich hin, während die Hexe auf der Bühne versuchte die magischen Schuhe von Dorothy zu rauben.

Das Stück steckte voller Details. Aufwendige Kostüme und Bühnenbilder sind ja seit Jahren ein Markenzeichen der Theatergruppe. Diesmal wurde wieder monatelang daran gefeilt - mit Erfolg, wie das Publikum meinte.

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde auch beim Zauberer von Oz viel gesungen. Komponiert hatte die Lieder Sascha Fotiadis. Eingängige Melodien und einfache Texte ermöglichten es den Zuschauern,n mitzusingen. Und auch wenn die Schauspieler gerade zu Beginn nicht mit höchster Sangeskunst begeisterten, hatte doch auch dies seinen Charme: „Die haben das so liebevoll und süß gestaltet, man konnte regelrecht spüren wie bemüht sie waren“, erklärte Zuschauerin Sandra Bornemann. Der eine oder andere schiefe Ton mache die Akteure sympathisch.

Die nächste Vorstellung wird es am Mittwoch um 17 Uhr geben. Das Stück ist geeignet für Kinder ab drei Jahren. Weiterer Vorstellungen folgen am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 16 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder drei Euro und für Erwachsene 6 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare