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Auf zugefrorener Pfütze ausgeglitten

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Von: Johannes Bonnekoh

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Lars Wygoda hatte Pech beim Befüllen eines Altpapier-Containers. © Fischer-Bolz

Nachrodt-Wiblingwerde - Im Haushalt von Lars Wygoda in Nachrodt-Wiblingwerde wird natürlich auch der Müll getrennt. So gehört beispielsweise das Sammeln von Altpapier und das damit verbundene regelmäßige Befüllen eines Altpapier-Containers zum Alltag. Und an so einem Standort, genauer Am Holensiepen, passierte am Donnerstag, 5. Januar,  das Malheur.

Kaum, dass der Mann, den viele als CDU-Ratsherrn und -Ratsvorsitzenden kennen, den letzten Fetzen Papier in den Container entsorgt hatte, glitt er aus. „Ich muss wohl einen Moment unaufmerksam gewesen sein oder mit meinen Gedanken ganz woanders“, sagt Wygoda. Auf einer kleinen Pfütze hatte er eine zwar dünne, dafür aber tückische Eisfläche im Halbdunkel des aufziehenden Abends übersehen. Folge: Ein schmerzhafter Sturz auf den Arm, minutenlange Benommen- und Hilfslosigkeit und das Warten auf Hilfe. Trotz entsprechender Rufe um Hilfe kam die aber nicht.

Rufe um Hilfe

Denn um diese Zeit war niemand in der Nähe des Containerplatzes Am Holensiepen. Wygoda, der sich noch am Kopf verletzt hatte und stark blutete, schaffte es irgendwie nach Hause und dann ging es ins Krankenhaus. Hier wurde ein Bruch diagnostiziert, gerichtet und gegipst. „Mit meiner rechten Körperseite, besonders der Schulter, habe ich seit meiner Zeit als Hobby-Sportler Probleme“, bekannte er. „Und ausgerechnet darauf musste ich fallen.“ Wygoda macht niemanden Vorwürfe oder strengt gar ein Verfahren wegen möglicherweise fehlerhafter Streupflicht an. Doch rät er Bürgern sehr wohl dazu, aufmerksam zu sein, „Gefahren lauern schließlich überall.“ Das habe er schmerzhaft erfahren müssen. Volker Richter, Chef des für das Abstreuen der

Schmerzhaft

Containerplätze verantwortlichen Bauhofes, bedauerte den Unfall. Sein Team habe diese Plätze „stets im Auge und streue dort auch per Hand.“ Aber Unfälle seien leider niemals ganz auszuschließen. Lars Wygoda, der selbständig ist, arbeitet „zurzeit unter großen Schmerzen. Auch an ein Durchschlafen ist kaum zu denken. Ich hoffe, es wird bald besser.“ Als Kommunalpolitiker appelliert der CDU-Mann an alle Bürger, ihre Räum- und Streupflicht ernst zu nehmen. Sonst könne es für Privatpersonen durchaus teuer werden. Das AK wünscht Lars Wygoda gute Genesung!

Bauhof gerüstet

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Der Winterdienst ist gerüstet. © Bonnekoh

Der Winter kann kommen! Hoffentlich nicht, werden viele Bürger sagen. Aber ganz egal, wie die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für den heutigen Freitag auch letzten Endes ausfällt: „Wir sind gerüstet!“ Das sagt Volker Richter, Chef des Baubetriebshofes. Sein Team hat alle Fahrzeuge betankt, Schneeketten aufgezogen, Streugut geladen. So werden im Falle des Falles allein im Gebiet der Doppelgemeinde Nachrodt-Wiblingwerde drei Räumfahrzeuge, ein Trecker und noch ein Handstreuer im Einsatz sein.

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