Gefährlicher Einsatz an der Dümplerleie

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Bajram Krasniqi. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Gestern Vormittag war die Dümplerleie kaum zugänglich: Rechts und links des Weges türmten sich Äste und Buschwerk. Die Spezialisten der Sunderner Firma SBK befreiten die Wegesränder und den Felssturz rund um Klaras Höhe und auf Klaras Höhe von Bäumen und Buschwerk.

Dabei nutzten die Spezialisten des Unternehmens Seilvorrichtungen, um von auch von oben die gefährlichen Bäume und Bäumchen abzu sägen. Firmenchef Bajram Krasniqi erläuterte, dass insgesamt 64 Bäume und Büsche entfernt werden müssen. Auch heute ist das Unternehmen mit der Entsorgung beschäftigt. Für die Einsätze in der Felswand benötigt man einen so genannten Kletterschein, erläutert Krasniqi. Wer dieses Seminar hinter sich gebracht habe, der leide anschließend länger unter Muskelkater. „Das ist ziemlich anstrengend“. Theoretisch und praktisch gut gerüstet fällten die Experten dann auch gehörig starke Bäume in der Felswand.

Krasniqi und seine zwölf Mannen sind gut im Geschäft: Die Deutsche Bahn gehöre zu den Kunden, für die mache man viel. Die Firma SBK, auch maschinell gut bestückt, ist bundesweit im Einsatz.

Krasniqi berichtete gestern von Anwohnern, die massiv ihre Ängste wegen möglicher Felsabgänge äußerten. „Das ist wirklich gefährlich hier“, bestätigte Krasniqi.

Schon vor Jahren gab es ein Gutachten der Firma „Das Baugrund Institut“, welches damals den Zustand des „tiefgründig verwitterten“ Felsmassivs und die Gefahren beschrieb. Aktive Schutzmaßnahmen zu Sicherung des Felshangs würden allerdings massiv das Landschaftsbild des schönen Felsens gefährden. Damals wurde empfohlen, den Gemeindeweg umzutrassieren. Eine passive Sicherung vor Steinschlag und abrollenden Steinen könne auch über Schutzzäune und Schutzdächer erfolgen. Auch empfehle man die Einrichtung eines messtechnischen Überwachungsnetzes. Schließlich seien größere Felsabbrüche nicht auszuschließen. Die Gemeinde lässt das Areal regelmäßig überprüfen. - vdB

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