Nachbar rettet Mann

Gebäude im MK brennt in voller Ausdehnung: Feuerwehr die ganze Nacht über im Einsatz

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Das Haus gegenüber des Baudenkmals Brenscheider Kornmühle brannte in der Nacht.

Nachrodt-Wiblingwerde. Als der Alarm einging, ahnten die Retter der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde noch nicht, was sie erwarten würde.

Ein Gebäudebrand an der Brenscheider Mühle war gemeldet worden. Mitten in der Nacht ging der Melder: Zugalarm. Das heißt, alle verfügbaren Einsatzkräfte und die Drehleiter wurden alarmiert. 

Der Ort ließ schon erahnen, dass es kompliziert werden würde. Die großen Feuerwehrwagen schlängelten sich die schmale Straße ins Tal hinunter. Unten angekommen, war schnell klar: Das wird keine einfache Aufgabe. Das Haus gegenüber des Baudenkmals Brenscheider Kornmühle brannte in voller Ausdehnung. 

Flammen schlagen aus den Fenstern

Flammen schlugen aus den Fenstern. „Ein Mann wurde von einem Nachbarn bereits aus dem Gebäude geholt. Den konnten wir in Empfang nehmen und dem eintreffenden Rettungsdienst übergeben“, berichtete Feuerwehrchef Mark Wille. Der 68-Jährige wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. 

Die Feuerwehr war über Stunden im Einsatz.

Die Einsatzstelle an sich bot gleich mehrere Herausforderungen. „Wir sind mit acht Fahrzeugen zuzüglich Drehleiter hier – insgesamt circa 40 Einsatzkräfte. Das ist schon ziemlich drubbelig“, sagte Mark Wille. Der enge Platz vor der Gaststätte und die Straße waren voll mit Einsatzkräften. 

Wasser kommt aus den Fischteichen

„Hinzu kommt, dass die öffentliche Wasserversorgung hier nicht optimal ist. Wir mussten Wasser aus den angrenzenden Fischteichen, die in solchen Fällen auch als Löschteiche dienen, pumpen. Bis das aufgebaut war, haben wir mit Wasser aus unseren Fahrzeugen die Zeit überbrücken können“, erklärte Wille. 

Verbranntes Inventar holte die Wehr aus dem Haus.

Etwa eine Stunde dauerte es, bis der Brand gelöscht war. Die Retter entfernten später noch einige Dachziegel, um eventuelle Glutnester zu finden. 

Brand im Erdgeschoss ausgebrochen

„Der Brand ist im Erdgeschoss ausgebrochen und hat sich dann extrem schnell ausgebreitet“, erklärte der Feuerwehrchef. Wie es dazu kommen konnte, sei noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei war ebenfalls vor Ort. Ob es Brandstiftung, ein technischer Defekt oder ein anderer Grund gewesen sei, sei derzeit noch offen. 

Stundenlang wurde anschließend noch eine Brandwache gestellt. Die Wiblingwerder waren auch am Morgen noch dort im Einsatz. „Wir warten aktuell noch auf einen Statiker. Der die Substanz des Gebäudes beurteilt, dann wird der Bauhof den Bereich sichern“, erklärte Wille das weitere Vorgehen am Morgen. Bewohnbar sei das Haus auf keinen Fall.

"Der Sachschaden wird auf einen unteren sechsstelligen Eurobereich geschätzt", teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit.

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