Chancen auf Fördergeld erhöhen

Teure Sanierung des Gartenhallenbads: Jeder Unterstützer zählt

+
Beliebtes Bad: das Gartenhallenbad.

Nachrodt-Wiblingwerde – Jedes neue Mitglied zählt: Denn umso mehr Bürger das Gartenhallenbad unterstützen, desto höher sind die Chancen auf Fördergeld. Und das kann der Verein gut gebrauchen.

Alle Bürger sind aufgerufen, nicht nur emotional und im stillen Kämmerlein, sondern deutlich nach außen hin, ihr Nachrodt-Wiblingwerder Schwimmbad zu unterstützen – mit einer kostenlosen Mitgliedschaft im Trägerverein. 

Denn wenn die Bevölkerung stark hinter dem Gartenbad steht, „dann bekommt eine Bewerbung für eine Förderung ein ganz anderes Gewicht“, sagt Christian Pohlmann vom Trägerverein. 

Die Außenfassade ist schon lange marode, sie bröckelt vor sich hin. Die Decke im Schwimmbad muss irgendwann neu gemacht werden, der Stiefelgang sollte neu gefliest werden und auch die Umkleidekabinen könnten eine Umgestaltung vertragen. Mit anderen Worten: Es gibt viel zu tun im Gartenhallenbad. 

Um die Investitionen stemmen zu können, möchte sich der Trägerverein gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung auf ein Förderprogramm bewerben. Dieses Förderprogramm von Bund und Ländern heißt „Soziale Integration im Quartier“ und fördert bauliche Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau von sozialen Infrastruktureinrichtungen im Wohnumfeld. 

„Das besonders Attraktive an diesem Programm ist, dass die Förderung 90 Prozent der Investitionssumme beträgt. Nach Rücksprache mit Verantwortlichen aus dem Programm haben wir grundsätzlich alle Voraussetzungen, um bei der Förderung berücksichtigt zu werden“, so Christian Pohlmann. Es sei kein Ausschlusskriterium, dass aus diesem Topf bereits Geld nach Nachrodt-Wiblingwerde fließe – nämlich für die Umgestaltung des Schulhofes der Sekundarschule. 

Der Trägerverein möchte seine Bewerbung erst für 2020 ins Rennen schicken. „Es wäre gut, wenn der Trägerverein im Verhältnis zu den Einwohnern der Gemeinde eine hohe Anzahl an Mitgliedern hätte“, appelliert Christian Pohlmann und hätte am liebsten 2000 oder 3000, um „bei der Bewerbung klar und deutlich machen zu können, dass hier soziale Integration gelebt wird und dass die Bevölkerung stark hinter ihrem Bad steht.“ Die Mitgliedschaft zähle als reines Statement für das Bürgerbad. 

Das tut sie auf jeden Fall, doch es äußert sich bisher nicht in den Mitgliederzahlen. „Wir haben nur eine überschaubare Anzahl.“ Während die Mitgliedschaft im Trägerverein nichts kostet, zahlen Mitglieder des Fördervereins Gartenhallenbad 24 Euro im Jahr. „Natürlich wäre es auch schön, wenn Bürger in den Förderverein eintreten würden. Der Förderverein bezahlt zum Beispiel die Wasseraufsichten an den Wochenenden“, sagt Christian Pohlmann. 

Die Bewerbungsfrist für das Programm „Soziale Integration im Quartier“ läuft bis September. Bis dahin müssen für die anstehenden Investitionen Angebote reingeholt werden. Also: Die Bewerbung muss mit harten Zahlen hinterlegt werden. „Das ist ein großer Aufwand, der da betrieben werden muss, aber in Zusammenarbeit mit der Gemeinde kriegen wir das hin“, sagt Christian Pohlmann optimistisch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare