Gartenhallenbad erhält ab Herbst eine Sauna

Vorarbeiten für den Einbau der Sauna haben die ehrenamtlichen Helfer im Gartenhallenbad schon geleistet. So richtig kann es allerdings erst in den Herbstferien losgehen.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Schon seit längerer Zeit trägt sich der Trägerverein des Gartenhallenbades mit der Idee, das Angebot um eine Sauna zu erweitern. Die dafür benötigte Holzkabine steht zur Verfügung, allerdings gestalten sich die erforderlichen Umbauarbeiten schwieriger als zunächst gedacht.

Das Herzstück der Sauna, die hölzerne Schwitzkammer, erhält das Gartenhallenbad aus einem privaten Nachlass. „Die war zwar eingebaut, wurde aber nie benutzt und ist deshalb praktisch neu“, sagt Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins Bürgerbad. Fünf bis sieben Personen können darin gleichzeitig saunieren. Einen Platz für die Sauna haben die ehrenamtlich tätigen Förderer und Betreiber des Bades auch schnell gefunden. Sie soll im Bereich der ehemaligen Behindertenumkleide und der Familienumkleide installiert werden. „Der Behindertenreich ist nie benutzt worden, der war sogar immer abgeschlossen“, berichtet Karisch aus Zeiten, in denen das Gartenhallenbad noch von der Gemeinde betrieben worden ist. Außerdem stehe für behinderte Besucher noch ein anderer Umkleidebereich zur Verfügung. Für die wegfallende Familienumkleide wird Ersatz geschaffen, indem mehrere Einzelumkleidekabinen, die mehr als reichlich zur Verfügung stehen, zusammengefasst werden.

Auf dem Papier fällt die Umsetzung des Vorhabens jedoch leichter als in der Praxis. Einige Vorarbeiten konnten zwar schon erledigt werden, aber was jetzt noch kommt, ist der weitaus aufwändigere Teil– und verursacht viel Schmutz: Zwischen Saunabereich und Flur muss eine Brandschutztür eingebaut werden, außerdem fordert die Baugenehmigungsbehörde eine zusätzliche Fluchttür, die direkt nach draußen führt. „Das alles können wir nicht während der Öffnungszeiten machen. Geplant sind die Arbeiten deshalb für die Herbstferien, wenn das Bad wegen der fälligen Grundreinigung ohnehin geschlossen ist“, stellt Sabine Karisch die Planung vor. Ausführen wird die Arbeiten im Wesentlichen ein fünfköpfiges Rentnerteam unter Leitung von Norbert Hammerschmidt. „Zusätzliche Helfer, beispielsweise Fliesenleger oder Verputzer, sind aber jederzeit willkommen“, sagt Karisch.

Die Vorsitzende des Trägervereins geht davon aus, dass die Sauna dann pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit benutzt werden kann. Der eine oder andere in der Doppelgemeinde kann es kaum erwarten. „Insbesondere ältere Menschen freuen sich schon darauf, weil sie dann abends nicht mehr so weit fahren müssen“, weiß Karisch. Der Bürgerbad-Verein will allerdings möglichst nur Gruppen den Zugang zur Sauna gewähren – aus Kostengründen. - Volker Griese

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